Weitere Leaks entdeckt: Collections 2 – 5 mit 2,2 Milliarden Zugangsdaten im Netz

Es hört und hört nicht auf: Erst vor kurzem hat Sicherheits-Experte Troy Hunt die Passwort-Sammlung Collection 1 entdeckt. Mit 773 Millionen Zugangsdaten! Leider bliebt es nicht bei „nur“ einem Leak. Jetzt sind weitere Sammlungen aufgetaucht. Ganze vier Stück: Die Collections 2 bis 5 sollen noch viel mehr Daten ins Netz gebracht haben. Sind deine Daten dabei?

Collection 1 wurde von Troy Hunt entdeckt. Die Veröffentlichung der weiteren Collections wurde vom Hasso-Plattner-Institut gemeldet. Zuerst waren sie „nur“ in einem Forum erhältlich, mittlerweile auch frei zugänglich über den Meta-Hoster. Es handelt sich dabei um ca. 600 GByte große Sammlungen älterer Leaks, die neu publiziert wurden. Was aber nicht heißt, dass dieses neuerliche Auftauchen der Daten harmlos ist.

Neuerliche Motivation für Cyberkriminelle

Denn durch die Wieder-Veröffentlichung werden Cyberkriminelle quasi mit der Nase auf all die schönen (illegalen) Möglichkeiten gestoßen. Das bietet sich ja geradezu an, die Zugangsdaten munter durchzuprobieren und Schaden anzurichten.

Identity Leak Checker: Kostenloser Online-Sicherheitscheck

Damit du nicht Opfer des Leaks und seiner Folgen wirst, solltest du den Test aufs Exempel machen: Das Hasso-Plattner-Institut bietet seit 2014 einen Online-Sicherheitscheck an. Der Identity Leak Checker wurde mit allen neuen Leck-Daten gefüttert und steht bereit! Einfach deine E-Mail-Adresse eingeben. Du erhältst dann ein E-Mail retour, das die für dich relevanten Leaks zeigt.

So erfährst du, ob du Opfer eines Datendiebstahls geworden bist. Und vor allem auch, welche deiner Daten dabei abgegriffen wurden. Name, Adresse, Mail-Adresse, Passwort – aber auch wesentliche Infos wie Finanzdaten. Am besten probierst du es gleich aus. Der Service ist kostenlos.

Millionen Nutzer nutzen Service

Und er erfreut sich großer Beliebtheit. Kein Wunder, nachdem kaum eine Woche ohne sehr öffentlichkeitswirksame Berichte zu neuen Daten-Leaks vergeht. „Seit Jahresbeginn ist das Interesse am HPI Identity Leak Checker sprunghaft angestiegen“, so HPI-Direktor Professor Christoph Meinel. „Allein in den letzten drei Wochen haben mehr als 1,5 Millionen Nutzer den HPI-Service genutzt und ihre Daten überprüfen lassen.“

Alternativ zum Identity Leak Checker gibt es natürlich auch noch Troy Hunts Have I Been Pwned. Dort sind die neuen Collections allerdings noch nicht erfasst. Das ist aber sicher nur eine Frage der Zeit. Besonders interessant ist auch das Service Have I Been Pwned Passwords. Wenn du eines deiner Passwörter dort findest, ist es bei Cyberkriminellen gelandet. Da bleibt dir nur mehr eines: Ändern! Schnellstmöglich! Und beim neuen Passwort kreativ sein und es nicht dem Großteil der Deutschen nachmachen …

Quelle: heise.de; Foto: pixabay.com


Erstellt am:27. Januar 2019

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