Und ewig locken verbotene Seiten: Russland verlangt von VPN-Anbietern eine umgehende Sperre

Wenn du ein VPN-Anbieter bist und Post von der russischen Regierung im Briefkasten hast, dann weißt du, dass es verdammt ernst ist. Es kann sein, dass du dann noch einen Monat Zeit hast, um den Forderungen nachzukommen. Die Russen sind ja für ihren strengen und konsequenten Umgang mit dem Internet und diversen Inhalten bekannt. Diesbezüglich gibt es bereits seit 2012 ein Gesetz, das die Sperrung von Internetseiten ermöglicht. Eine schwarze Liste gibt Aufschluss über Inhalte und Seiten, die nicht gezeigt werden dürfen.

VPN-Anbieter haben nun einen Monat Zeit um die Forderungen umzusetzen. Das bedeutet im Klartext, dass die in der Datenbank enthaltenen Seiten gesperrt werden müssen. Und wenn nicht? Dann wird man eventuell wohl selber in dieser Liste enden. Manche Dienste denken bereits darüber nach, die Zelte in Russland abzubrechen. Andere haben es schon getan.

Filter nach russischer Art

Die Russen filtern und zensurieren konsequent das Internet. Eine fürsorgliche Maßnahme, die User vor unangemessenen Inhalten bewahren soll? Die Idee entstand ursprünglich ja unter anderem aus dem Bedürfnis Kinder zu schützen. Auch extremistische Inhalte oder Anleitungen zum Suizid sollten so unterbunden werden.

Jeder Kritik zum Trotz

Kritiker sehen in dieser Art der Internetzensur eine Bevormundung und Einschränkung der persönlichen Freiheiten. Es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. In Russland wird bereits seit geraumer Zeit ordentlich gefiltert. Große Suchmaschinen wie Yandex halten sich wohl brav an die Vorgaben der Regierung. Sie zeigen gewisse Inhalte gar nicht an. Erst kürzlich hat sich Russland gegen große Internetkonzerne durchgesetzt. Das Speichern von russischen Daten auf ausländischen Servern war nicht erwünscht und das wurde deutlich gezeigt.

Ist jetzt Schluss mit dem freien Internet?

Für VPN-Anbieter, deren Produkt ja für sowohl für Anonymität als auch Privatsphäre im Netz steht und einen freien Zugang auf das Netz gewährleisten möchte, sind solche Aufforderungen mit Deadline vermutlich gegen die Natur des eigenen Angebots.

Fazit

Sind das Internet und die um sich greifende permanente Ultravernetzung doch keine unzähmbaren Bestien, die alles verschlingen was sich ihnen auch nur nähert? Über Zensur und etwaige Kontrollmechanismen wurde ja bereits viel diskutiert. In Russland möchte man sich jedenfalls nicht vom Netz beherrschen lassen. Der russische Traum von einer unabhängigen digitalen Infrastruktur und abgesegneten Inhalten rückt immer mehr in greifbare Nähe. Wer weiterhin mehr Privatsphäre und Anonymität im Internet möchte, kann und sollte ein empfohlenes VPN nützen.

Quelle: derStandard.at; Foto: pixabay.com

Zusammenfassung
Und ewig locken verbotene Seiten: Russland verlangt von VPN-Anbietern eine umgehende Sperre
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Und ewig locken verbotene Seiten: Russland verlangt von VPN-Anbietern eine umgehende Sperre
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Wenn du ein VPN-Anbieter bist und Post von der russischen Regierung im Briefkasten hast, dann weißt du, dass es verdammt ernst ist. Es kann sein, dass du dann noch einen Monat Zeit hast, um den Forderungen nachzukommen. Die Russen sind ja für ihren strengen und konsequenten Umgang mit dem Internet und diversen Inhalten bekannt. Diesbezüglich gibt es bereits seit 2012 ein Gesetz, das die Sperrung von Internetseiten ermöglicht. Eine schwarze Liste gibt Aufschluss über Inhalte und Seiten, die nicht gezeigt werden dürfen.
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