Angriff auf das französische YouTube-Pendant DailyMotion

Ooops. They did it again. DailyMotion wurde wieder gehacked. Cyberkriminelle haben zahlreiche Nutzerdaten in der Hand. Schreckensmeldungen wie diese sorgen bestenfalls noch für ein müdes Seufzen. Warum? Weil es so oft vorkommt, dass wir schon immun gegen diese Art von Nachrichten sind. Außerdem ist IT-Sicherheit und Passwort-Sicherheit für viele immer noch etwas für paranoide Spinner, die überall Gefahren sehen.

DailyMotion war bereits 2016 im Hackervisier. Im Zuge dieses Angriffs war der Videodienst zu einer Strafe von 50000 Euro verdonnert worden. Die CNIL (Commission nationale de l’informatique et des libertés) nimmt Datenschutz besonders genau. Der Schutz war seitens der Videoplattform vernachlässigt worden. Die aktuell bei DailyMotion angewandte Attacke gehört zur Familie des Credential-Stuffing-Angriffs. Wobei geht es darum?

Ein Passwort reicht doch!

Viele User nützen leider immer noch dieselben Login-Daten für verschiedene Plattformen. Wenn also eine dieser Plattformen gehackt wurde, sind gleich mehrere Konten in Gefahr. Es ist nämlich immer damit zu rechnen, dass die erbeuteten Benutzerdaten wieder genützt werden. Dann erfolgt der Zugriff auf andere Konten. Diese Art von Brute-Force-Angriffen wird als Credential-Stuffing bezeichnet.

Feine Tools

Durch Programme wie SentryMBA ist es nicht nur für Cyberkriminelle sehr einfach, die Ergiebigkeit von Benutzerdaten auf verschiedenen Seiten zu testen. Die erbeuteten Daten sind oftmals auf Cybercrime-Foren erhältlich. Datendiebstahl. Ein eigener Markt mit einer einfachen Struktur, die auf Unwissenheit, Naivität und unzureichendem Schutz basiert. Ein Modell, das illegale und erfolgreiche Geschäfte zulässt.

Gibt es Schutz vor Credential-Stuffing-Kampagnen?

Erstens haben manche Plattformen verschiedene Hacker-Foren im Visier. Sie informieren User, wenn relevante Informationen und Daten in derartigen Foren auftauchen. Wie die bezaubernden Kollektionen Collections 1-5 der jüngsten Vergangenheit gezeigt haben, sind Userdaten leicht im Netz verfügbar. Sie warten nur auf ihren erneuten Einsatz. Zweitens ist Vorsicht besser als Nachsicht. Abschließend bleibt die alte Passwort-Leier auch dieses Mal nicht aus. Ein sicheres Passwort ist in erster Linie der beste Schutz gegen derartige Angriffe. Für die aktuelle Attacke gibt es eine Sperre aller betroffenen Konten. Die Passwörter wurden zurückgesetzt. Die User wurden dazu aufgefordert ihr Passwort zu ändern.

Fazit

Warte daher nicht darauf, dass dich irgendeine Plattform darüber informiert, dass deine Nutzerdaten gehackt wurden. Achte vor allem unbedingt darauf, dass deine Passwörter sicher und schwer zu hacken sind. Dazu gibt es einfache Richtlinien, die jeder umsetzen kann. Dein Lieblingspasswort ist immer noch 12345678? Bitte schnell ändern! Schütze deine Daten!

Quelle: ZDNet.de; Foto: pixabay.com

 

Zusammenfassung
Angriff auf das französische YouTube-Pendant DailyMotion
Artikel Name
Angriff auf das französische YouTube-Pendant DailyMotion
Beschreibung
Ooops. They did it again. DailyMotion wurde wieder gehacked. Zahlreiche Nutzerdaten sind unbekannten Cyberkriminellen in die Hände gefallen. Schreckensmeldungen wie diese sorgen bestenfalls noch für ein müdes Seufzen. Warum? Weil es so oft vorkommt, dass wir schon immun gegen diese Art von Nachrichten sind. Außerdem ist IT-Sicherheit und Passwort-Sicherheit für viele immer noch etwas für paranoide Spinner, die überall Gefahren lauern sehen.
Author
Veröffentlicher
vpn-blog.de
Logo

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

/ Politik
DDoS-Angriffe und verschwundene Wahlkarten: Hatten Hacker die Landeshauptstadt Wien im Visier?

DDoS-Angriffe und verschwundene Wahlkarten: Hatten Hacker die Landeshauptstadt Wien im Visier?

Immer dieses Dilemma mit den Wahlkarten. Größtmögliche und ortsunabhängige Flexibilität bei der Stimmabgabe. So die Anforderung und die Daseinsberechtigung von Wahlkarten. Die Österreicher haben das anscheinend nicht drauf. Oder soll es einfach nicht sein? Jedenfalls haben Wiener Bürger diese über die neue Amts-App angefordert. Angekommen sind sie allerdings nicht. Wie sich nach weiteren Nachforschungen herausstellte, lag das Problem wohl beim Bundesrechenzentrum. Genauer gesagt beim Server. Was war da los? Hatten Hacker die Finger im Spiel oder hat ganz einfach die ...
Weiterlesen …
/ Allgemein
Google Maps nützen und inkognito bleiben? Ein neuer alter Modus macht es möglich!

Google Maps nützen und inkognito bleiben? Ein neuer alter Modus macht es möglich!

Google ist äußerst praktisch und beliebt. Allein um die Privatsphäre und den Datenschutz hat dieser Internetkonzern viel zu oft einen dezenten Bogen gemacht. Nun soll alles anders werden. Userfreundliche Privatsphäre-Einstellungen und ein brandneuer Inkognito-Modus bei Google-Maps, der im Grunde eine Erweiterung anderer bereits bestehender Inkognito-Varianten ist, lassen aufhorchen. Es war der große Aufhänger auf der Entwicklerkonferenz I/0 2019. Es gab noch eine Menge andere interessante Ankündigungen, die den neu erwachten Datenschutz-Fokus zart umspielen. Wie sieht die neue erweiterte Privatsphäre bei ...
Weiterlesen …
/ Überwachung
5 praktische Tipps, die dir aus der NSA-Überwachungsfalle helfen

5 praktische Tipps, die dir aus der NSA-Überwachungsfalle helfen

Die globale Vernetzung hat einen hohen Preis. Du checkst gerade deine Nachrichten auf Facebook oder teilst etwas auf Instagram. Natürlich nützt du auch Google und Skype. Es ist aber auch wirklich alles so praktisch. Ganz egal, welche Seite du jetzt gerade, morgen oder übermorgen nützt, eine Sache solltest du stets im Kopf behalten. Die Spione sind immer dabei. Nein! Das ist jetzt keine Verschwörungstheorie. Das sind knallharte Fakten. Das Wort Überwachung wird heutzutage oft in einem Atemzug mit der NSA ...
Weiterlesen …
/ Allgemein
Blackout! Cyber-Bedrohung durch smarte Haushaltsgeräte: Schweizer Experten warnen vor dem Totalausfall

Blackout! Cyber-Bedrohung durch smarte Haushaltsgeräte: Schweizer Experten warnen vor dem Totalausfall

Das Internet der Dinge (Iot) sorgt wieder einmal für Aufregung. Experten zufolge könnten einige Haushaltsgeräte der Auslöser dafür sein, dass es zu einem totalen Zusammenbruch kommt.  Selbstverständlich handelt es sich dabei nicht um ganz normale Geräte aus Omas Zeiten, sondern um wahre Alleskönner. Smart und mit dem Internet verbunden. So klug sind die smarten Teile allerdings oftmals gar nicht. Zumindest nicht was den Schutz angeht. Der lässt nämlich immer wieder einmal zu wünschen übrig und so könnte es leicht passieren, ...
Weiterlesen …
Wird geladen...