Ein gigantisches Datenleak: E-Mail-Adressen und sensible Daten von 800 Millionen Usern sind betroffen! Bist du auch dabei?

Die Sicherheitsforscher Bob Diachenko und Vinny Troia sind fündig geworden. Sensible Daten von ca. 800 Millionen Usern schwirrten da im Netz herum. Das ist eine unglaubliche Zahl! Die öffentlich zugängliche und nicht gesicherte Datenbank eines E-Mail-Marketing-Unternehmens war schuld. Marketing ist wirklich ein knallhartes Pflaster geworden. Die Währung ist heiß. Alle wollen uns an die Daten.

E-Mail-Adressen und weitere persönliche Daten waren involviert. Dazu gehörten Informationen über das Geschlecht, physische Adressen, Namen, Telefonnummern, Social-Media-Accounts und sogar sehr private Informationen über abgeschlossene Kredite und Hypotheken. Sensible Daten, die vermutlich niemand öffentlich zugänglich im Internet haben möchte.

No spam, please!

Verantwortlich ist das Unternehmen Verification.io, der Besitzer der Datenbank. Spam-Marketing ist ein lukrativer Geschäftszweig. Man hatte sich auf die Unterstützung der Spam-Industrie spezialisiert. Dank derartiger Unternehmen kommen Spammer leichter ans Ziel, also am Spam-Filter vorbei. „Enterprise E-Mail Validation“ nannte sich die Dienstleistung. Die Aufgabe bestand primär darin zu verifizieren, welche E-Mail-Adressen funktionierten, also echt waren. Die echten wurden in diesem Fall nicht nur an die involvierten Unternehmen kommuniziert, sondern auch schön behalten. Deshalb gab es so viele Daten. Nicht gesichert und somit leicht zugänglich im Netz. Im Gegensatz zu den vergangenen Datenleaks Collection 1 und Collection 2-5 sind keine Passwörter enthalten. Gemessen an der Anzahl der betroffenen E-Mail-Adressen ist eines der größten Leaks, die es je gegeben hat.

Einmal im Netz, immer im Netz

Die erste Phase dieses Angriffs auf unsere Privatsphäre ist nun Geschichte. Die Nachwehen werden für den einen oder anderen noch zu spüren sein. Auch wenn die Datenbank nun nicht mehr zugänglich ist, bleiben die Daten irgendwo im Netz. In den nächsten Wochen wird sich unter anderem zeigen, ob sie irgendwo zum Verkauf angeboten werden. Daten sind wertvoll und Hacker sind kreativ. Was für alle bleibt, ist die Unsicherheit und unser Nicht-Handeln. Im Netz will uns immer jemand an die Daten.

Wie kannst du dich in Zukunft besser schützen?

Der erste Schritt besteht darin, dass du dir  den Wert deiner persönlichen Daten bewusst machst. Erst dann erkennst du, dass es wichtig ist sie zu schützen. Gib im Netz so wenig wie möglich von dir preis. Hacker holen sich ihre Informationen überall. Auch auf Social Media. Sorge für ein sicheres Passwort oder verwende einen empfohlenen Passwort-Manager. Wenn du Zweifel hast, ändere umgehend deine Passwörter. Beachte dabei stets die Regeln für ein sicheres Passwort. Sei skeptisch auf allen Kanälen, die du nützt. Es spielt keine Rolle, ob es sich hierbei um eine Kommunikation auf Facebook, Instagram, WhatsApp oder per E-Mail handelt. Sei Fremden gegenüber vorsichtig. Du bekommst eine E-Mail von einem unbekannten Absender? Deine Neugierde kann fatal sein. Im Zweifelsfall einfach löschen und nicht darauf reagieren.

Fazit

Wo ein Netz, da ein Weg. Die globale Ultravernetzung hat uns viele Vorteile gebracht. Aber auch das damit verbundene Risiko ist allgegenwärtig. Wir sollten uns diese Tatsache immer wieder einmal bewusst machen. Keine Rose ohne Dornen! Schütze deine Daten!

Quelle: nordvpn.com; Foto: pixabay.com


Erstellt am:24. März 2019

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

/ / Allgemein, Überwachung
Clearview Gesichtserkennung ist riskant

Clearview Gesichtserkennung: 3 Mrd. Fotos – Ende unserer Privatsphäre?

Clearview Gesichtserkennung mit beängstigenden Ausmaßen: Mehr als 3 Milliarden Fotos von Menschen auf der ganzen Welt. Die hat das Start-up Unternehmen Clearview im Internet gesammelt. Und verfügt damit über eine monströse Datenbank zur Gesichtserkennung in noch nie dagewesenem Ausmaß. Das „Ende der Privatsphäre, wie wir sie kennen" – so die New York Times, welche die Machenschaften von Clearview aufgedeckt hat. Bisher ist Clearview kaum in Erscheinung getreten und agierte im Untergrund. Jetzt aber hat die New York Times die Machenschaften ...
Weiterlesen …
/ / Allgemein
Google Internet Ballons

Google Internet Ballons: Versorgen Ballons die Amazonasregion zukünftig mit Internet im Jahre 2020?

Ballons fliegen über den peruanischen Wald Google Internet Ballons versorgen zukünftig die Amazonasregion mit Internet. Es scheint, dass jeder heute das Internet nutzen kann. In Wirklichkeit haben es jedoch nicht alle Menschen. Nur 57 Prozent der Haushalte verfügen über einen Internetzugang. Alphabet’s Mission Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, setzt ihre Mission fort, das Internet über ihren Loon-Internetdienst mit Ballonen in Gebieten mit unzureichendem Service bereitzustellen. Anfang dieses Jahres erreichte das Unternehmen mehr als 1 Million Flugstunden in der Stratosphäre. Alphabet ...
Weiterlesen …
Spionage Apps auf Smartphone

2 Spionage Apps auf vergünstigten US-Smartphones entdeckt

Eigentlich eine nette Sache: US-Bürger, die nicht so viel Geld haben, können Handys zu einem billigeren Preis kaufen. Jetzt kam allerdings heraus, dass auf einem dieser Android-Phones Spionage Malware vorab installiert ist! Die Experten von Malwarebytes haben besagte Handys nach Meldungen von besorgten Usern untersucht. Fündig geworden sind sie auf dem UMX-Einstiegshandy U683CL mit Android-Betriebssystem. Dieses Handy können US-Bürger im Rahmen eines staatlichen Förderungsprogrammes namens „Assurance Wireless“ günstiger erwerben. Ziel des Programmes ist, dass alle Menschen gleichermaßen soziale Netzwerke und ...
Weiterlesen …
/ / Allgemein
WhatsApp Virus?

WhatsApp Virus 2020: Warnung vor gefährlichem Tobias Mathis echt?

Bei Anruf WhatsApp Virus: Unter diesem Motto soll momentan eine WhatsApp-Nachricht ihr Unwesen treiben. In ihr wird davor gewarnt, einen Kontakt namens „Tobias Mathis“ anzurufen, denn dies könnte sogar die gesamte Festplatt des Handys zerstören. Was hat es mit dieser Warnung wirklich auf sich? Die Privatsphäre und Sicherheit unserer Leser liegt uns am Herzen Entsprechend versorgen wir euch auch mit News zu aktuellen Virenwarnungen oder auch Infos zu Leaks. Besagte „Tobias Mathis“ WhatsApp Virus Nachricht ist allerdings mit Vorsicht zu ...
Weiterlesen …
Wird geladen...