DDoS-Angriffe und verschwundene Wahlkarten: Hatten Hacker Wien im Visier?

Immer dieses Dilemma mit den Wahlkarten. Größtmögliche und ortsunabhängige Flexibilität bei der Stimmabgabe. So die Anforderung und die Daseinsberechtigung von Wahlkarten. Die Österreicher haben das anscheinend nicht drauf. Oder soll es einfach nicht sein? Jedenfalls haben Wiener Bürger diese über die neue Amts-App angefordert. Angekommen sind sie allerdings nicht. Wie sich nach weiteren Nachforschungen herausstellte, lag das Problem wohl beim Bundesrechenzentrum. Genauer gesagt beim Server.

Was war da los? Hatten Hacker die Finger im Spiel oder hat ganz einfach die Technik versagt? Oder beides? Haben Hacker dafür gesorgt, dass die Technik versagt?

Wahlkartenbeschwerden

Nachdem das Schweigen erstmal gebrochen war, haben noch andere Gemeinden bestätigt, dass sie bei den Wahlkarten mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Wähler hatte die Wahlkarten angefordert, sie aber nicht erhalten. Die technischen Ursachen waren jedoch anderer Art und wurden bereits behoben. Einfache Wahlkartenbeschwerden halt.

Digitales Amt

Die App Digitales Amt hat wohl noch ein paar Dinge aufzuarbeiten. Fakt ist, dass sie seit März auch genützt werden kann um Wahlkarten zu beantragen. Und weiters ist Fakt, dass das Ganze noch nicht hundertprozentig zu funktionieren scheint.

DDoS-Angriff auf Wien

Am Donnerstag wurde auch ein DDoS-Angriff bekannt, der das Netzwerk der Stadt Wien betraf. DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) kommen sehr häufig vor und sowohl Unternehmen als auch Ämter sind damit konfrontiert. Am Dienstag lag das System 90 Minuten brach. Offline. Server-Wehwechen? Auch Wahlkarten konnten nicht beantragt werden. Da anscheinend keine Daten gestohlen wurden, distanziert man sich von der Meinung, dass es sich um einen konkreten Hackerangriff gehandelt habe. Das System wurde ja schließlich „nur“ lahmgelegt.

Ist DDoS harmlos?

Das Ziel einer DDoS-Attacke besteht darin, dass Angreifer die Nichtverfügbarkeit eines Dienstes oder Servers herbeiführen. Was sie dazu brauchen? Die gute alte Schadsoftware mit der mindestens ein Rechner infiziert wird. Die Hacker nützen diesen Rechner oder das Rechner-Netz ferngesteuert für ihre DDoS-Angriffe. Das Ziel wird angegriffen und dabei dessen Infrastruktur mit zahllosen Anfragen überlastet. Das System ist in der Folge total überfordert und funktioniert nicht mehr. So viel zum Thema DDoS-Attacken!

Und jetzt?

Genau festlegen wollte man sich in dieser Angelegenheit allerdings offensichtlich noch nicht. Diplomatisches Geschick geht vor. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung ermittelt in dieser Angelegenheit.

Fazit

War es nun ein spontaner Systemausfall oder ein Hackerangriff, der die Probleme verursachte? Alle Fehler wurden behoben. Alles gut? Über die Sinnhaftigkeit von Wahlkarten ist schon des Öfteren diskutiert worden. Wer es nicht persönlich zur Wahl schafft, soll doch einfach seine Stimme für sich behalten oder sollte die Wahl tatsächlich jedem so bequem wie möglich nachgetragen werden? Die Meinungen gehen da auseinander. Da offensichtlich eine Panne die nächste jagt, ist dies weiterhin zu überdenken. Das Missbrauchspotential ist enorm. Und wer möchte schon eine ganze EU-Wahl wiederholen? Schütze deine Daten!

Quelle: https://derstandard.at

Zusammenfassung
DDoS-Angriffe und verschwundene Wahlkarten: Hatten Hacker Wien im Visier?
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DDoS-Angriffe und verschwundene Wahlkarten: Hatten Hacker Wien im Visier?
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Immer dieses Dilemma mit den Wahlkarten. Größtmögliche und ortsunabhängige Flexibilität bei der Stimmabgabe. So die Anforderung und die Daseinsberechtigung von Wahlkarten. Die Österreicher haben das anscheinend nicht drauf. Oder soll es einfach nicht sein? Jedenfalls haben Wiener Bürger diese über die neue Amts-App angefordert. Angekommen sind sie allerdings nicht. Wie sich nach weiteren Nachforschungen herausstellte, lag das Problem wohl beim Bundesrechenzentrum. Genauer gesagt beim Server.
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Erstellt am:19. Mai 2019

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