Short Links? Die solltest du besser nicht anklicken! Malware Gefahr!

Sie sehen so harmlos aus. Kurz und knapp. Aber keineswegs erfreulich. Die so genannten Short Links (oder auch „verkürzte URLs“ oder „Mini URLs“) hegen keine guten Absichten. Mithilfe von Shortening Services oder auch URL-Shortener wie TinyURL goo.gl, ow.ly oder bit.ly können (für ein Twitter-Posting, E-Mail etc.) zu lange Links verkürzt werden. Der User erhält dann einen kurzen Link, der wiederum zum langen Link führt. Und genau darin liegt das Problem: Der verkürzte Link ist absolut irreführend und du hast keine Ahnung, wohin du dich eigentlich begibst …

Ein derartiger Short Link kann beispielsweise so aussehen: https://tinyurl.com/gp2u3sv. Sagt nicht wirklich viel aus, oder? Dahinter könnte sich alles Mögliche verbergen. Du tappst als User im Dunkeln, was das eigentliche Ziel des Links ist. Shortlinks bestehen immer nur aus dem Namen der Linkverkürzungs-Seite gefolgt von einer Reihe von Nummern und Buchstaben.

Achtung: Verkürzte Links können Malware verbergen!

Worin liegt nun das Problem? Sobald man darauf klickt weiß man ja, wohin der Link führt? Das ist schon richtig. Aber dann kann es bereits zu spät sein! Wenn ein Cyberkrimineller dich austricksen und auf eine böswillige Seite führen möchte, sind Shortlinks das ideale Verschleierungs-Werkzeug dafür. Denn du würdest wahrscheinlich http://hierlauerteinböservirusaufdichderdeinenpcinfiziert.exe eher nicht anklicken. Aber http://tinyurl.com/82w7hgf vielleicht schon. Stimmts? Denn beim tinyurl-Link ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, dass Malware dahintersteckt.

Hacker lieben Short Links

Hacker verstecken ihre Malware-Links extrem gerne hinter Shortlinks. Das Nutzen von Short Links zum Posten von Phishing- und Malware-Links in sozialen Medien ist ein sehr beliebter Weg, möglichst viele Menschen zu erreichen, die oft spontan und ohne Nachdenken auf Links klicken.

Lass dich nicht austricksen! So prüfst du, wohin der Shortlink wirklich geht!

Bevor du auf den spannenden Link, den du auf Facebook, Twitter oder sonst wo gesehen hast, klickst, solltest du ein „Link Expansion“-Service nutzen. Damit kannst du den Short Link checken und seine wahre Destination aufdecken. Dann liegt die Entscheidung bei dir, ob du dort tatsächlich hinmöchtest. Bei ChecShortURL kannst du einen Short Link eingeben und erhältst den Ziel-Link. Einfach Short Link reinkopieren und schon bist du schlauer.

Angenehmerweise gibt es bereits bei einigen Browsern integrierte Link-Previews. Dort siehst du eben auch, wohin dich ein Shortlink führen würde. Noch schöner wäre natürlich ein Frühwarnsystem, dass einen Link mit einer Liste bekannter „böser“ Links vergleicht und uns entsprechend warnt.

URL-Shortener können aber auch nützlich sein

URL-Shortener müssen aber natürlich nicht immer Böses unterstützen. Sie sind ein sehr hilfreiches Tool, wenn du z. B. auf Twitter die wertvollen Zeichen schonen möchtet und keinen megalangen Link einfügen möchtest. Oder auch bei E-Mails ist ein kürzerer Link angenehmer und optisch schöner. Bei bit.ly hast du darüber hinaus aber noch einen anderen Vorteil: Denn du bekommst Live-Klickstatistiken des Links. So bist du immer (und kostenlos) informiert, wie sich dein Link auf Twitter & Co verbreitet.

Foto: pixabay.com

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Short Links? Die solltest du besser nicht anklicken! Malware Gefahr!
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Sie sehen so harmlos aus. Kurz und knapp. Aber keineswegs erfreulich. Die so genannten Short Links (oder auch „verkürzte URLs“ oder „Mini URLs“) hegen keine guten Absichten. Mithilfe von Shortening Services oder auch URL-Shortener wie TinyURL goo.gl, ow.ly oder bit.ly können (für ein Twitter-Posting, E-Mail etc.) zu lange Links verkürzt werden. Der User erhält dann einen kurzen Link, der wiederum zum langen Link führt. Und genau darin liegt das Problem: Der verkürzte Link ist absolut irreführend und du hast keine Ahnung, wohin du dich eigentlich begibst …
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