Das Biometrische Zeitalter: Fingerabdrücke in europäischen Personalausweisen sollen für mehr Sicherheit sorgen

Die Tendenz zu biometrischen Lösungen im Sicherheitsbereich ist gestiegen. Die EU möchte mehr Sicherheit für alle Bürger und Bürgerinnen. Dazu ist ein gewisses Maß an Kontrolle erforderlich. Nun möchte man gezielt biometrische Daten sammeln. Es soll daher neue Bestimmungen für Identitätsausweise geben. In jeden Ausweis soll der dazugehörige Fingerabdruck. Einen Entwurf gibt es bereits. Das Parlament in Brüssel muss nur noch abstimmen. Dann geht’s ans Sammeln und Speichern der Daten. Sowohl biometrische Fotos als auch Fingerabdrücke sind gefragt. Die werden dann auf einem Chip im Ausweis gespeichert.

Dadurch sollen Betrug und Missbrauch reduziert werden. Von einem Extrem ins andere? Bis jetzt schien das Missbrauchs-Potenzial von diversen Ausweisen und Versicherungskarten grenzenlos zu sein. So war es jetzt in Österreich lange Zeit möglich, dass eine E-Card von mehreren Personen gleichzeitig genützt wurde. Auch hier möchte man mit personalisierten Ausweisen entgegenwirken. Ein Foto dient zur Identifizierung des echten Karteninhabers.

Es geht in vielen Bereichen in Richtung Kontrolle und Überwachung. Die Motive sind unterschiedlich. Erstens kann man sich den permanenten Missbrauch nicht mehr leisten und zweitens hat man wohl erkannt, dass die Ära des Wegsehens vorbei ist. Die Voraussetzung für eine positive und sichere Entwicklung ist nämlich, dass man auch hinsieht und im Falle eines Missbrauchs die nötigen Schritte unternimmt.

You’re one in a million

In Deutschland war die Speicherung der Fingerabdrücke bis jetzt nur für Reisepässe verpflichtend. Das soll jetzt anders werden. Nur für 10 EU-Staaten gehört die Speicherung von Fingerabdrücken in Ausweisen zum Arbeitsalltag. Der Zugriff auf biometrische Daten ist in Deutschland seit der Gesetzesänderung 2017 gestiegen. Bürgerrechtler und Datenschützer können sich mit dieser Entwicklung irgendwie nicht anfreunden.

Safety first

Gemäß Dr. Andrew Truscott existiert Realität auf der Quantenebene erst wenn wir sie beobachten. Ist das auch im Fall unsere biometrischen Daten so? Unsere Fingerabdrücke sind real, sie existieren auch wenn wir sie nicht abspeichern. Aber erst durch die Möglichkeit sie zu speichern, zu „beobachten“, zu vergleichen und dadurch jemanden zu identifizieren, gewinnen sie in einem speziellen Kontext an Bedeutung. Ohne dieses Instrument hätten viele Ermittlungen nicht zum Ziel geführt.

Fazit

Biometrik soweit das Auge reicht. Auch wenn uns das nicht immer bewusst ist – Sicherheit ist einer der Grundpfeiler einer funktionierenden Gesellschaft. Das Sammeln von biometrischen Daten kann allerdings nur ein Element eines erfolgreichen Sicherheitskonzeptes sein. Wie auch immer das EU-Parlament abstimmen wird, Biometrik ist auf dem Vormarsch. Schütze deine Daten!

Quelle: Netzpolitik.org;


Erstellt am: 2. März 2019

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