Wie gut schützt dich https in einem öffentlichen WLAN?

Das Internet und die Vernetzung sind Teil unseres Alltags. Wir haben uns daran gewöhnt jederzeit und örtlich ungebunden alles abrufen zu können. Über die Sicherheit unserer Verbindung machen wir uns dabei meistens keine Gedanken. Öffentliche Netzwerke, die jedermann zur Verfügung stehen, sind heutzutage beinahe ein must have geworden. Wir verbinden uns mit WLAN von Hotels, Einkaufszentren, Flughäfen, Schulen, Krankenhäusern, Universitäten und bewegen uns damit meistens auf höchst unsicherem Terrain.

Leider sind wir nämlich immer noch davon überzeugt, dass das Internet ein heller freundlicher Ort ist, der uns mit Informationen speist und der uns wohlgesonnen ist. Wir gehen meistens davon aus, dass der Hacker gerade Pause macht oder unsere Daten ohnehin zu uninteressant sind. Aus diesem Grund vernachlässigen wir den Sicherheitsaspekt.

Mit HTTPS bist du nicht automatisch geschützt

Wenn du denkst, dass du mit HTTPS auf der sicheren Seite bist, bist du auf dem Holzweg. HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) ist ein Protokoll zur sicheren Übertragung von Daten im Internet. Es kommt unter anderem bei der Kommunikation zwischen einem Webbrowser und einem Webserver zum Einsatz. HTTPS ist uns aus der Adresszeile eines Webbrowsers bekannt. Eine HTTPS-Verbindung wird über den Erwerb eines SSL-Zertifikats sichergestellt. Das s in HTTPS steht also für sicher. Das bedeutet aber nicht, dass jede Verbindung dadurch sicher wird. HTTPS kann uns aus dieser Sicherheits-Misere leider auch nicht heraushelfen. Es garantiert keinen Schutz unserer Verbindung.

Keine Authentifizierung notwendig!

Für öffentliche Netzwerke ist meistens keine Authentifizierung notwendig. Sie sind für alle leicht zugänglich und ein Paradies für Cyberkriminelle. Da gibt es zahlreiche Sicherheitslücken, die sie für ihr Zwecke nützen können. Hacker erhalten rasch und relativ unkompliziert vollen Zugriff auf ungeschützte Geräte. Sie bekommen einen schnellen Überblick über alle Aktivitäten, die du im Internet machst und Malware wird auf diesem Weg ultraschnell verbreitet. HTTPS nützt TLS, ein Protokoll zum Schutz persönlicher Daten bei der Kommunikation von Usern mit Anwendungen im Netz. TLS schützt leider die DNS-Anfragen nicht, sie bleiben also unverschlüsselt. Was bedeutet DNS überhaupt?

DNS-Anfragen sind sehr informativ

DNS (Domain Name System) wird auch als Telefonbuch des Internets bezeichnet. Ähnlich wie man in einem Telefonverzeichnis nach einem Namen sucht und dann die gewünschte Telefonnummer erhält. So schaut man im DNS nach einem Computernamen, um die dazugehörige IP-Adresse zu bekommen. Die IP-Adresse wird benötigt, um eine Verbindung zu einem Server aufbauen zu können, über den nur der Computername bekannt ist. Unverschlüsselte DNS-Anfragen sagen sehr viel über die Nutzer aus. Wenn du weißt, welche Server im Internet jemand besucht, ist das schon eine ganze Menge.

Und dann wär da noch etwas

Wenn es wie eine bestimmte Domain aussieht, aber ein Fake ist? Als Look-Alike-Domains werden Domains bezeichnet, die ganz genau wie eine bestimmte Domain aussehen. Sie leiten den User jedoch auf eine andere Website weiter. Dieses Vorgehen wird von Experten auch als Domain Spoofing bezeichnet. Hinter einer Look-Alike-Domain steht oftmals nur ein Ziel: Eine bekannte Domain vorzutäuschen und User so zu einem Klick zu bewegen.

Punycode! Puny was?

Die Sache mit dem Punycode. Phishing-Kampagnen können noch dazu echte Sicherheitszertifikate erwerben. Die Websites sehen täuschend echt aus und geben sich durch ein echtes Sicherheitszertifikat dann noch den ultimativ korrekten und sicheren Anstrich. Welcher normale User soll da noch durchblicken?

Wie du dich schützen kannst?

1. WLAN am besten nur einschalten wenn du es benützen willst.

2. Vertrauliche Informationen  und Aktivitäten nie über ein fremdes WLAN aufrufen bzw. abwickeln.

3. Datei- und Verzeichnisfreigaben immer deaktivieren, denn dein Gerät kann für andere sichtbar sein.

4. Automatische Anmeldung deaktivieren.

5. Wenn du wirklich sicher sein willst und ein öffentliches Netzwerk nützen musst, wirst du über ein VPN nicht herumkommen. Es garantiert dir Anonymität im Netz und bietet Schutz für dich und deine Daten.

6. Ein gesundes Misstrauen gegenüber öffentlichen Netzwerken kann dich und deine Daten unter Umständen schützen.

Fazit

Https ist ja ganz nett, aber es steht leider nicht immer für die absolute Sicherheit deiner Verbindung. Wenn du in einem öffentlichen Netzwerk sicher sein willst, solltest du über ein VPN nachdenken. Prinzipiell solltest du wichtige Dinge nur über eine sichere Verbindung erledigen. Schütze deinen Daten!

Quelle: protonvpn.com; Foto: pixabay.com

Zusammenfassung
Wie gut schützt dich https in einem öffentlichen WLAN?
Artikel Name
Wie gut schützt dich https in einem öffentlichen WLAN?
Beschreibung
Das Internet und die Vernetzung sind Teil unseres Alltags. Wir haben uns daran gewöhnt jederzeit und örtlich ungebunden alles abrufen zu können. Über die Sicherheit unserer Verbindung machen wir uns dabei meistens keine Gedanken. Öffentliche Netzwerke, die jedermann zur Verfügung stehen, sind heutzutage beinahe ein must have geworden. Wir verbinden uns mit WLAN von Hotels, Einkaufszentren, Flughäfen, Schulen, Krankenhäusern, Universitäten und bewegen uns damit meistens auf höchst unsicherem Terrain.
Author
Veröffentlicher
vpn-blog.de
Logo

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

/ Politik
DDoS-Angriffe und verschwundene Wahlkarten: Hatten Hacker die Landeshauptstadt Wien im Visier?

DDoS-Angriffe und verschwundene Wahlkarten: Hatten Hacker die Landeshauptstadt Wien im Visier?

Immer dieses Dilemma mit den Wahlkarten. Größtmögliche und ortsunabhängige Flexibilität bei der Stimmabgabe. So die Anforderung und die Daseinsberechtigung von Wahlkarten. Die Österreicher haben das anscheinend nicht drauf. Oder soll es einfach nicht sein? Jedenfalls haben Wiener Bürger diese über die neue Amts-App angefordert. Angekommen sind sie allerdings nicht. Wie sich nach weiteren Nachforschungen herausstellte, lag das Problem wohl beim Bundesrechenzentrum. Genauer gesagt beim Server. Was war da los? Hatten Hacker die Finger im Spiel oder hat ganz einfach die ...
Weiterlesen …
/ Allgemein
Google Maps nützen und inkognito bleiben? Ein neuer alter Modus macht es möglich!

Google Maps nützen und inkognito bleiben? Ein neuer alter Modus macht es möglich!

Google ist äußerst praktisch und beliebt. Allein um die Privatsphäre und den Datenschutz hat dieser Internetkonzern viel zu oft einen dezenten Bogen gemacht. Nun soll alles anders werden. Userfreundliche Privatsphäre-Einstellungen und ein brandneuer Inkognito-Modus bei Google-Maps, der im Grunde eine Erweiterung anderer bereits bestehender Inkognito-Varianten ist, lassen aufhorchen. Es war der große Aufhänger auf der Entwicklerkonferenz I/0 2019. Es gab noch eine Menge andere interessante Ankündigungen, die den neu erwachten Datenschutz-Fokus zart umspielen. Wie sieht die neue erweiterte Privatsphäre bei ...
Weiterlesen …
/ Überwachung
5 praktische Tipps, die dir aus der NSA-Überwachungsfalle helfen

5 praktische Tipps, die dir aus der NSA-Überwachungsfalle helfen

Die globale Vernetzung hat einen hohen Preis. Du checkst gerade deine Nachrichten auf Facebook oder teilst etwas auf Instagram. Natürlich nützt du auch Google und Skype. Es ist aber auch wirklich alles so praktisch. Ganz egal, welche Seite du jetzt gerade, morgen oder übermorgen nützt, eine Sache solltest du stets im Kopf behalten. Die Spione sind immer dabei. Nein! Das ist jetzt keine Verschwörungstheorie. Das sind knallharte Fakten. Das Wort Überwachung wird heutzutage oft in einem Atemzug mit der NSA ...
Weiterlesen …
/ Allgemein
Blackout! Cyber-Bedrohung durch smarte Haushaltsgeräte: Schweizer Experten warnen vor dem Totalausfall

Blackout! Cyber-Bedrohung durch smarte Haushaltsgeräte: Schweizer Experten warnen vor dem Totalausfall

Das Internet der Dinge (Iot) sorgt wieder einmal für Aufregung. Experten zufolge könnten einige Haushaltsgeräte der Auslöser dafür sein, dass es zu einem totalen Zusammenbruch kommt.  Selbstverständlich handelt es sich dabei nicht um ganz normale Geräte aus Omas Zeiten, sondern um wahre Alleskönner. Smart und mit dem Internet verbunden. So klug sind die smarten Teile allerdings oftmals gar nicht. Zumindest nicht was den Schutz angeht. Der lässt nämlich immer wieder einmal zu wünschen übrig und so könnte es leicht passieren, ...
Weiterlesen …
Wird geladen...