Alle Wege führen zu Facebook

Facebook ist eine der weltweit größten Datensammelstellen. Die Geschäftsphilosophie scheint davon auszugehen, dass man gar nicht genug Daten haben kann. Deshalb wird ordentlich gehortet und vorgesorgt. Vermutlich für Notzeiten. Es könnte ja sein, dass das Datenmonster sonst verhungert. Nicht nur Facebook und die Facebook-App schluckt unsere Daten. Auch Entwickler anderer Apps werden indirekt von Facebook versorgt. Man versorgt großzügig mit SDK und die selbstlose Hilfe zum App-Bauen wird gerne angenommen. Der einzige Haken: Die direkte Verbindung zu Facebook. Und diese bleibt bestehen.

Ein neuer Datenschutzskandal am Social-Media-Himmel. Angeblich sollen 11 beliebte Apps Facebook mit Userdaten füttern. Wie ist das möglich? Die Antwort lautet Facebook SDK (Software Development Kit).

Wer tut jetzt wem einen Gefallen?

SDK an sich ist äußerst nützlich und wird in vielen Bereichen der Softwareentwicklung benötigt. Sie können Anleitungen, Programmcodes und Schnittstellen beinhalten. Laut Wall Street Journal hat Facebook aber aufgrund seiner SDK-Nutzungsbedingungen Zugriff auf etliche sensible Daten. Darunter fallen auch sehr private Informationen über den Gesundheitszustand von Usern. Diverse Apps wissen über den Blutdruck, Schwangerschaft etc. Bescheid und genau diese Daten gehen alle direkt zu Facebook. Der Preis dafür, dass Facebook SDK genützt werden darf und kann ist hoch. Vor allem für die User, die meist gar nicht wissen, dass ihre Daten zu Facebook wandern.

Die Entscheidung liegt beim App-Entwickler

Letzten Endes liegt die Entscheidung natürlich bei den App-Entwicklern. Sie wählen das von Facebook zur Verfügung gestellte SDK ja völlig freiwillig aus. Es gibt auch Alternativen. Einige Entwickler sind sich der Datenproblematik wohl nicht bewusst und wählen Facebook SDK, weil es fein und praktisch ist. SDK bietet hilfreiche Werkzeuge und Ressourcen, welche die Arbeit des App-Baus enorm erleichtern können. Der Rest ist vermutlich irgendwie sekundär. Und Hand aufs Herz. Im Grunde gehen wir doch alle immer wieder einmal auf diese Art mit Daten um.

Schokolade

Wenn wir eine App unbedingt nützen wollen, ist es uns oftmals egal ob unsere Daten sicher sind und wo sie landen. Facebook wird nie zu einem Datenschutz-Vorzeigeunternehmen avancieren. Das ist nicht in der Natur des Unternehmens. Ein Schokoladenhersteller wird sich auch nicht die Mühe machen uns eindringlich vor Schokolade zu warnen und uns vor den eventuellen Folgen schützen. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen füttern Facebook beinahe täglich mit persönlichen Daten. Und das in den meisten Fällen sogar freiwillig. Die Datenpreisgabe kennt keine Grenzen und was Facebook nicht auf direktem Weg bekommt, holt es sich eben indirekt.

Fazit

Alle Wege führen zu Facebook. Füttere die hungrige Datenschlange nur wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt. Facebook SDK hin oder her. Stelle dir bei jeder App, die du dir herunterlädst, einfach die Frage, ob du sie wirklich brauchst. Schütze deine Daten!

Quelle: ZDNet.de; Foto: pixabay.com

 

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Facebook ist eine der weltweit größten Datensammelstellen. Die Geschäftsphilosophie scheint davon auszugehen, dass man gar nicht genug Daten haben kann. Deshalb wird ordentlich gehortet und vorgesorgt. Vermutlich für Notzeiten. Es könnte ja sein, dass das Datenmonster sonst verhungert. Nicht nur Facebook und die Facebook-App schluckt unsere Daten. Auch Entwickler anderer Apps werden indirekt von Facebook versorgt. Man versorgt großzügig mit SDK und die selbstlose Hilfe zum App-Bauen wird gerne angenommen. Der einzige Haken: Die direkte Verbindung zu Facebook. Und diese bleibt bestehen.
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