Sind Smart Homes ganz schön dumm?

Sweet home. Daheim ist deine Insel, dein sicheres Nest. Da kannst du dich zurückziehen und vor der oftmals fiesen Außenwelt schützen. Ja! So war das einmal. Heute holen wir uns die Gefahr freiwillig ins Haus. Eine permanente Ultravernetzung sorgt dafür, dass unser geliebtes Zuhause von außen steuerbar ist. Von völlig Fremden. Wir werden im schlimmsten Fall also kontrolliert und überwacht. Ergo: Wir sind nirgends mehr wirklich sicher.

Die Authentifizierung und Autorisierung der Benutzer, die Zugriff über das System erlangen möchten, ist unzureichend gesichert. User patchen die Sicherheitslücken nicht und das sicherheitsbringende Update bleibt aus.

Wenn der Hacker bei dir wohnt

Da haben Hacker leichtes Spiel und dein Smart Home wird übernommen. 40,8% der Smart Homes haben zumindest ein Gerät, das Schwachstellen aufweist und somit von außen steuerbar ist. 40,3 % aller Haushalte haben mindestens 5 Geräte, die mit dem Internet verbunden sind. Das bedeutet 5 Mal Unsicherheit, die täglich vor sich hin arbeitet und kaum Beachtung findet.

Was tut er, der Router?

Das Zentrum der Anfälligkeiten ist der Router. Wir betrachten ihn als Gebrauchsgegenstand und er sorgt als Zentrale dafür, dass wir vernetzt sind. Leider ignorieren die meisten User die Wichtigkeit seiner Sicherheit. Die Zahlen sind erschreckend. 59,1 % der User haben noch nie ein Sicherheitsupdate für ihren Router gemacht. Weltweit gesehen! Cyberkriminelle haben also freien Zugriff und können so ziemlich alles mit unserem Router anstellen. Mit der Manipulation und Übernahme des Routers haben sie Kontrolle über zahlreiche andere Geräte, die wir nützen. Computer, Mobiltelefone und alle verbundenen Geräte unseres Smart Homes. Die anfälligsten Geräte? Das wirst du kaum erraten!

Ein Drucker ist keine Kaffeemaschine

Wir alle brauchen sie und ein Drucker ist für uns auf dem gleichen Niveau wie andere Gebrauchsgegenstände. Genau das ist das Problem. Wir vergessen oft, dass manche unserer Geräte vernetzt sind. Deshalb kümmern wir uns nicht ausreichend um ihre Sicherheit. Nötige Updates werden nicht gemacht. Natürlich gibt es mittlerweile auch Kaffeemaschinen, die vernetzt sind. Ein Drucker ist leicht von außen zu steuern.

Ein gefährlicher Trend

Das ist gar nicht smart, sondern wirklich dumm. Wenn wir uns schon von der eigenen Bequemlichkeit zu teilweise wirklich verzichtbaren Geräten und der damit verbundenen Supervernetzung verleiten lassen, sollten wir wenigsten auf Sicherheit achten. Dieser Aspekt ist uns immer noch nicht wichtig genug und oftmals holen wir uns gerade da den externen Zugriff ins Haus wo wir uns Sicherheit erhofft hatte.

Schlaf, Kindlein, schlaf

Ein einfaches Beispiel. Du möchtest den Schlaf deines Babys mit einer Kamera überwachen? Du kaufst ein teures Gerät, das mit deinem Handy verbunden ist und siehst dein Kind friedlich schlafen. Nicht nur du! Es kann passieren, dass auch Fremde dein Kind beobachten können. Auf öffentlich zugänglichen Websites. Diese Gefahr hast du selbst ins Haus geholt. Warum? Die Antwort lautet Bequemlichkeit.

Du bist nur so stark wie das schwächste Glied in der Kette

DDoS-Angriffe haben es in sich. Laut den jüngsten Erkenntnissen von Sicherheitsexperten stellen DDoS-Angriffe die größte Bedrohung für Unternehmen dar. Bei einem DDoS-Angriff werden mehrere Anfragen an die angegriffene Webressource gesendet, um ihre Kapazität zur überlasten. So wird die Verfügbarkeit der Seite massiv gestört. Die Liste der Opfer scheint endlos zu sein. Du bist nur so stark wie das schwächste Glied in der Kette. Diese Weisheit trifft auch hier zu. Ein einziges schwaches oder nicht gut gesichertes Gerät reicht aus und schon verschafft sich ein Hacker Zutritt zum ganzen Netzwerk. Ein enormes Problem für Unternehmen.

Fazit

Der Fortschritt und die vielen neuen Möglichkeiten, die sich dadurch bieten, sind oftmals ein Rückschritt. Es besteht wirklich Gefahr. Und damit ist nicht jene gemeint, die wir uns durch die Vernetzung ins Leben holen. Wir verlernen es nachzudenken und verpassen oft die Möglichkeiten, die uns das Leben schenkt. Sich auf die eigenen Sinne verlassen und vielleicht selbst nachschauen, ob unsere Kinder ruhig schlafen, ist einfach und sicher. Lass dich nicht von deiner eigenen Routine und deiner Bequemlichkeit täuschen. Nur weil wir etwas täglich nützen, heißt es nicht, dass es sicher ist. Sorge für regelmäßige Sicherheitsupdates und eliminiere wenn nötig den einen oder anderen Unsicherheitsfaktor aus deinem Leben. Schütze deine Daten!

Quelle: Bleepingcomputer.com

Zusammenfassung
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Sweet home. Daheim ist deine Insel, dein sicheres Nest. Da kannst du dich zurückziehen und vor der oftmals fiesen Außenwelt schützen. Ja! So war das einmal. Heute holen wir uns die Gefahr freiwillig ins Haus. Eine permanente Ultravernetzung sorgt dafür, dass unser geliebtes Zuhause von außen steuerbar ist. Von völlig Fremden. Wir werden im schlimmsten Fall also kontrolliert und überwacht. Ergo: Wir sind nirgends mehr wirklich sicher.
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Erstellt am:7. März 2019

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