Flying high mit Fluggastdatenverarbeitung: Pass auf, dass dir deine Daten nicht davonfliegen!

Während du schon an deinen Urlaub, an das Meer und den traumhaften Palmenstrand denkst, werden deine Daten erst einmal ordentlich gescannt. Keine Panik! Das ist ganz normal. So verlangt es eine EU-Richtlinie. Bereits 48 Stunden vor dem Start oder der Landung  müssen Fluggastdaten gecheckt werden. Das heißt, dass die Daten an die zuständige nationale Sicherheitsbehörde übermittelt werden müssen. Es gibt diesbezüglich ein „Bundesgesetz über die Verarbeitung von Fluggastdaten zur Vorbeugung, Verhinderung und Aufklärung von terroristischen und bestimmten anderen Straftaten.“

Geprüft werden dabei natürlich alle Daten, denn man weiß ja vorher nicht, dass Fluggast xy unbescholten ist. Im konkreten Fall sieht das dann so aus. Herr Max Datenmann fliegt am 28.3.19 von Wien nach Barcelona. Bereits am 26.3.19 werden seine Daten abgecheckt. ¡Olé!

Check in total

In Österreich fällt diese Überprüfung in den Aufgabenbereich der Fluggastdatenzentrale des Bundeskriminalamts. Das ganze Procedere befindet sich allerdings noch in der Anlaufphase. Momentan gehen ca. die Hälfte aller Daten an die Zentrale. Das sind hauptsächlich Fluggastdaten der Austrian Airlines. Die anderen Fluglinien werden noch nachziehen. Ansonsten ist mit einer Strafe von 15000 Euro zu rechnen. Sicherheit geht vor! Hauptsächlich gehe es darum, die jeweiligen Fluggastdaten zu speichern und mit Fahndungslisten abzugleichen.

Risk and no fun!

Wird ein potenzielles Risiko nicht erkannt, steht das Leben vieler Menschen auf dem Spiel, die hoch in der Luft völlig wehrlos ihrem Schicksal ausgeliefert wären. Also besser zweimal hinsehen. Was passiert wenn das System bei einem der überprüften Passagiere Alarm schlägt? Diesbezüglich ist zu sagen, dass bei der Abfrage und Überprüfung nur schwere Straftaten von Bedeutung sind. Also die leicht Bescholtenen sitzen dann ohnehin neben dir im Flugzeug und die härteren Fälle dürfen entweder erst gar nicht in den Flieger, oder sie werden eventuell einfach nur besser „beobachtet“.

Zugriff? Ich habe heute leider kein Ticket für dich!

Wie die Realität im Detail wirklich aussieht, wissen nur die Eingeweihten. Ob im Flugzeug oder auf dem Boden, all die Datensammelei nützt uns herzlich wenig, wenn die Konsequenzen ausbleiben oder wenn in dem Fall des Falles für den sie gespeichert wurden, niemand handelt. Letzten Endes kann nur der schützende und reale „Zugriff“ echten Menschen helfen.

Fazit

Datenschutz versus Sicherheit. Theorie versus Praxis. Natürlich möchte man nicht unbedingt, dass die eigenen Daten abgespeichert und verglichen werden. Doch im Vergleich zu einem echten Risiko, das das eigene Leben bedroht, ist das doch das kleinere Übel. Und ganz im Ernst! Anonym war sowieso gestern. Wenn du wirklich anonym sein willst und aus Paranoia schon Bus und Bahn wählst, weil im Flugzeug deine Daten fliegen gehen, gibst du dich einer Illusion hin. Erst wenn wir uns von unseren Smartphones, vernetzten Autos und Navis trennen, können wir langsam über einen Weg zurück in die Anonymität und Privatsphäre nachdenken. Schütze deine Daten!

Quelle: derStandard.at; Foto: pixabay.com

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Flying high mit Fluggastdatenverarbeitung: Pass auf, dass dir deine Daten nicht davonfliegen!
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Während du schon an deinen Urlaub, an das Meer und den traumhaften Palmenstrand denkst, werden deine Daten erst einmal ordentlich gescannt. Keine Panik! Das ist ganz normal. So verlangt es eine EU-Richtlinie. Bereits 48 Stunden vor dem Start oder der Landung müssen Fluggastdaten gecheckt werden. Das heißt, dass die Daten an die zuständige Sicherheitsbehörde übermittelt werden müssen. Es gibt diesbezüglich ein „Bundesgesetz über die Verarbeitung von Fluggastdaten zur Vorbeugung, Verhinderung und Aufklärung von terroristischen und bestimmten anderen Straftaten.“
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