So schnell ist sind deine Daten weg. Die Fake Identität ist auf dem Vormarsch

Das Netz. Der Film mit Sandra Bullock in der Hauptrolle hat klar gezeigt, dass unsere Identität schnell weg sein kann. Der Film ist etwa 24 Jahre alt und mittlerweile sind die Möglichkeiten durch permanente Ultravernetzung so vielfältig geworden, dass wir uns kaum wehren können, wenn jemand es darauf angelegt hat. Datendiebstahl, Fake Identität – Begriffe, die vage umzeichnen, dass dir jemand etwas wegnimmt was dir gehört. Oftmals verschwimmen die beiden Konzepte ineinander, denn ohne deine Daten kann dir niemand die Identität klauen. Identitätsklau ist auf dem Vormarsch.

Ein paar Zutaten reichen zur Durchführung eines Identitätsdiebstahls aus. Irgendeine Information, ein Name oder ein Foto ist nötig,  um eine Identität glaubhaft zu machen. Und Informationen gibt es heute wie Sand am Meer.

Mission possible

Man muss auch kein Detektiv, Agent oder Hacker sein um Informationen für eine Fake Identität zu finden. Eine Internetverbindung reicht und dann rein in die Sozialen Medien, die völlig übergehen an brauchbarem Material. Der Stoff wird bereitwillig und freiwillig angeboten und reicht von Bikinifotos über das Mittagessen bis zum letzten Urlaub. Als normal denkender Mensch ohne kriminelles Kalkül hat man keine Ahnung was Identitätsdiebe in unserem Namen alles machen können.

Voll abgezockt – Ein Film über Fake Identität

Die Komödie „Voll abgezockt“ zeigt auf witzige Weise wie eine kaufsüchtige Identitätsdiebin sich auf Kosten eines anderen ein luxuriöses Leben genehmigt. Das Opfer steht dem Ganzen zunächst völlig ohnmächtig gegenüber. Und genau das ist der Punkt. Absolute Ohnmacht. Identität weg – Kohle weg. Zwei Verluste, die wirklich schmerzen. Auf Daten wird immer noch viel zu wenig aufgepasst. Kreditkartendaten werden laut vorgelesen oder neue Kreditkarten werden an alte Adressen geschickt. Du wohnst da nicht mehr?

Bürokratie versus Logik

Dann kauft jemand anderer auf deinen Namen ein. JA! So einfach ist das. Und teilweise ist auch einfach Bürokratie oder Engstirnigkeit daran schuld, dass Schaden entsteht. So kann es vorkommen, dass du deine Adresse bei der Bank nicht ändern kannst, weil man eine Bestätigung braucht, dass du es wirklich bist. Deine schriftliche Bekanntgabe zählt plötzlich nicht mehr. Die Bank sieht aber kein Problem darin, dass deine Karte an jemand anderen geschickt wurde. So ist das mit der Logik eben.

Unbescholten und integer? Das war gestern!

Im schlimmsten Fall begeht jemand in deinem Namen schwere Verbrechen und du wirst überall von der Polizei gesucht ohne auch nur etwas davon zu ahnen. Wie leicht eine Identität hergestellt wird, sieht man auf Facebook und Instagram. Da lachen einem etliche Fake-Profile entgegen. Und damit sind jetzt nicht jene gemeint, die ein Pseudonym verwenden, weil sie ihre Identität schützen wollen. Wozu das Ganze? Geld, Werbung, Manipulation, Kontrolle – und schon läuft die Maschinerie wieder auf Hochtouren.

Ist der Ruf erst ruiniert

Die fake Identität
Die fake Identität

Gerade über Soziale Medien verbreiten sich Informationen wie ein Lauffeuer. Dein Foto, dein Name und schon ist ein Profil erstellt. Dein Profil! Das bist du nicht? Egal! Alle denken, dass du das bist. Und schon siehst du das Ende der Freiheit und der Unbeschwertheit mit rasenden Schritten auf dich zukommen. Endstation: Identitätsverlust.

Fazit

Die allgegenwärtige Supervernetzung und unsere bereitwillige Datenzurschaustellung macht uns zu leichten Opfern. Jemand könnte dir ganz schnell deine Identität klauen und dann ist ein Teil von dir vielleicht für immer weg oder ein Stück deines Lebens ist ruiniert. Wir sollten Vorsicht nicht mit Paranoia verwechseln. Lieber etwas weniger preis geben und nicht Fremden wichtige Informationen in die Hände spielen. Schütze deine Daten! Nicht nur im Internet!

Es ist jedem selbst überlassen, doch wer sich nicht schützt, der kann seine gesamten Daten direkt auf Facebook, Instagram etc. posten, denn über die IP-Adresse kann man Personen nachverfolgen und überwachen. Ohne großen Aufwand zu betreiben.

Quelle: heise.de; pixabay.de


Erstellt am:26. Februar 2019

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