Achtung Falle: Kettenbrief mit Facebook Datenschutz-Scherz ist im Umlauf!

Als wären Phishing-Attacken, Hacks & Co nicht genug, ist momentan auch ein dummer Kettenbrief unterwegs. Dieser droht mit der Veröffentlichung aller deiner Fotos auf Facebook, wenn du die angeblich neue Datenschutzerklärung akzeptierst. Eine Warnung, die sehr viele User bereits in Aufruhr versetzt hat, aber absolut nicht der Wahrheit entspricht.

Wenn dir ein E-Mail mit u. a. folgendem Inhalt ins Postfach flattert, wärst du sicher erst einmal geschockt: „Alles, was Sie jemals gepostet haben, wird ab morgen öffentlich. Auch gelöschte Nachrichten oder Fotos sind nicht zulässig.“ Weiters heißt es, dass nur das sofortige Posten einer Widerspruchserklärung gegen die angeblich gerade geänderte Datenschutzerklärung von Facebook die Veröffentlichung verhindere. Ganz klar, dass du dem Ganzen sofort Einhalt gebieten willst. Aber Achtung: Es handelt sich um einen Hoax!

Hoax droht mit Veröffentlichung aller deiner Fotos

Verbreitet wird dieser Scherz via eines Kettenbriefes, der momentan an Facebook-Nutzer ergeht. In ihm wird tatsächlich damit gedroht, dass Facebook deine Fotos verwenden kann und sogar deine Profilinfos ändern darf, wie es ihm passt. Das wäre ja noch schöner! Der Kettenbrief bezieht sich auf eine angebliche Änderungen der Datenschutzerklärung von Facebook. Diese gibt es aber überhaupt nicht. Und natürlich darf Facebook deine Fotos nicht veröffentlichen.

Widerspruch gegen einzelne Bedingungen nicht möglich

Und selbst wenn – rechtlich hättest du mit einem Widerspruch sowieso keine Chance. Als Facebook-User hast du den Nutzungsbedingungen zugestimmt, sonst könntest du es nicht verwenden. Du kannst nicht einfach gegen einzelne Themen in den Bedingungen widersprechen. Wenn du mit den Bedingungen unzufrieden bist, bleibt dir nur ein Ausweg: Facebook nicht mehr zu nutzen. Und selbst dann musst du aufpassen, wie du deinen Abschied vom sozialen Netzwerk möglichst Datenschonend gestaltest

Kettenbriefe haben bereits „Tradition“

Derartige böswillige Scherze gibt es übrigens immer wieder. Laut „That’s Nonsense“ hat der neue Kettenbrief seine Wurzeln bereits im Jahr 2012. Damals war eine erste Version im Umlauf. Du erkennst diese Briefe daran, dass sie alle auf „Channel 13 News“ verweisen, die es natürlich nicht gibt. Außerdem zitieren sie ein Kriegsverbrechens-Gesetz mit der Nummer UCC 1-308- 1 1 308-103. Passt natürlich ebenfalls nicht zum Thema Datenschutz und soll einfach nur die User in die Irre führen.

Heuer sind bereits mehrfach derartige Hoaxes kursiert. Verantwortlich dafür sind Menschen, die sich mit anderen Usern einen Scherz erlauben wollen. Immerhin entsteht dabei kein wirtschaftlicher Schaden. Ein unangenehmes Gefühl und Schreck für die Betroffenen ist es aber natürlich dennoch.

Quelle: Standard Online; Foto: pixabay.com


Erstellt am:9. Januar 2019

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