Military Style mit noch mehr Überwachung

Es hagelt weiterhin Reformen. Auch das Wehrrecht hat so einiges an Veränderungen zu bieten. Wenn es um elektronische Überwachung geht, reichen die Befugnisse wohl nicht mehr aus. Die diesbezüglichen Gesetze sollen erneuert bzw. an heutige Verhältnisse angepasst werden. Mehr Überwachung muss her. Natürlich nur wenn es absolut notwendig ist und die Kontrolle der Aufklärung wichtiger Ereignisse oder zur Abwehr von Gefahren dient.

Raschere Aufklärung und die Übermittlung von relevanten IP-Adressen und deren Benützer stehen dabei im Mittelpunkt. Eine weitere tragende Rolle spielt die nationale Sicherheit. Ist diese in Gefahr, muss es Zugriff auf Standortdaten sowie Verkehr- und Zugangsdaten geben.

Was ich weiß, macht dich heiß

Andere Behörden dürfen von den erlangten Informationen in Kenntnis gesetzt werden. Zum Beispiel wenn die Sicherheit auf dem Spiel steht. Auch um Schadensbegrenzung zu betreiben oder um bei der Ausübung der behördlichen Tätigkeit zu unterstützen. Unter dem Deckmantel der Sicherheit soll also in Zukunft so einiges an Spielraum für militärische Nachrichtendienste möglich sein.

Auge um Auge, Hack um Hackback

Hackbacks seitens des Heeres sollen gesetzlich abgesegnet werden. Cyberangriffe sind oftmals sehr unangenehm. Vor allem wenn man nicht darauf reagieren kann. Schädliche Computer können schließlich mit einem Hackback außer Gefecht gesetzt werden. Diese Methode ist sehr umstritten.

Keine anonymen Beleidigungen mehr

Wenn die Änderungen durchgehen, müssen sich Demonstranten in Zukunft wohl besser benehmen. Beleidigungen und Beschimpfungen jeglicher Art will man nicht mehr einfach so hinnehmen. Ein ordentliches Heer muss im Stande sein sich selbst und seine Ehre zu verteidigen. Im Falle einer Beleidigung gibt es dann eine Identitätskontrolle, die von den Soldaten durchgeführt wird.

Kritik von Datenschützern wird nicht ausbleiben

Das Gesetz, das bis Ende Februar begutachtet wird, geht Datenschützern gründlich gegen den Strich. Es wird mit Sicherheit auf großen Widerstand stoßen.

Fazit

Ob das Heeresnachrichtenamt und das Abwehramt mehr Berechtigungen im Bereich elektronische Überwachung erlangen werden? Wie so oft, stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser Änderungen. Ein Informationsvorsprung ist schließlich nicht immer gleichbedeutend mit einer gelungenen Auswertung. Zielführende nachfolgende Aktionen weisen den Weg zum Erfolg. Nur mehr Wissen allein genügt nicht. Einige Beispiele haben gezeigt, dass es oft nicht am Informationsmangel liegt, sondern an einem Ausbleiben einer sinnvollen Reaktion auf die erlangten Kenntnisse. Wenn beide Faktoren stimmen und auch eine erhöhte Überwachungsbefugnis und die daraus resultierende Information professionell umgesetzt werden, möge die Reform gelingen. Schütze deine Daten!

Quelle: standard.at; Foto: pixabay.com


Erstellt am:5. Februar 2019

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

/ / Allgemein
Sparen mit VPN kostenlos

VPN kostenlos: eine echte Alternative zu kostenpflichtigen Services?

Dass ein VPN-Service eine sehr gute Sache ist, um deine Privatsphäre im Internet zu sichern, ist klar. Aber muss man wirklich Geld dafür ausgeben? Immerhin gibt es ja auch VPN kostenlos am Markt, mit denen man sparen kann. Wir verraten dir, was diese Gratis VPN tatsächlich draufhaben, welche Vor- und Nachteile sie bieten und welche Pluspunkte kostenpflichtige VPN im Vergleich zu haben. Für Anfänger & Wenig-User in Ordnung Eines vorweg: Es gibt durchaus Gratis VPN, die sich für Anfänger und ...
Weiterlesen …
/ / Datenschutz
WhatsApp Virus?

WTF – WhatsApp sendet deine Messages an Facebook!

WhatsApp und Facebook sind generell nicht für ihren super Datenschutz bekannt. Nun arbeiten die WhatsApp-Entwickler aber an einer neuen Funktion, die deine Privatsphäre so richtig ruiniert. Denn das neue Feature soll deine Messages an Facebook weiterleiten. Zwar mit deinem Ok, aber, nun ja … Beschwerde mit Besagte Neofunktion ist gerade in der Testphase. Ziel ist es, dass die User damit ihre Gruppen, Kontakte etc. bei nicht ordnungsgemäßen Verhalten melden können. WhatsApp sieht sich die Beschwerde dann genau an, auf Basis ...
Weiterlesen …
/ / Überwachung
Schüler vor Tafel und Laptop

TikTok-Lampe “hilft” Kindern bei Hausübungen

Die Video-App TikTok erfreut sich weltweit größter Beliebtheit, steht aber wegen Überwachungsverdacht und mangelndem Datenschutz im Kreuzfeuer der Kritik. Jetzt hat der Mutterkonzern Bytedance seinen nächsten Schritt in Sachen „Big Brother is watching you“ gemacht: Das chinesische Unternehmen hat als erste Hardware eine Lampe lanciert, die via Kamera und Display vor allem Eltern beim Ausspionieren ihrer Kinder helfen soll … Kinder können via Kamera heimlich überwacht werden Die Lampe ist mit 119 Dollar dotiert und soll Kindern bei ihren Hausübungen ...
Weiterlesen …
/ / Allgemein
Google

US-Regierung klagt Google wegen angeblicher Wettbewerbsverzerrung

Google hat es mal wieder in die Nachrichten geschafft. Diesmal aber nicht zum Thema Datenschutz, sondern wegen angeblichen unlauterem Wettbewerb. Dies besagt zumindest die Klage der Trump-Administration – es handelt sich dabei um das größte Kartellverfahren gegen ein Technologieunternehmen seit mehr als 20 Jahren. Was genau wirft das US-Justizministerium Google vor? Primär geht es darum, dass Google angeblich den Wettbewerb abgewürgt haben soll, um seine Alleinstellung am Markt für Online-Suchmaschinen bzw. dortiger Werbung zu schützen. Elf Bundesstaaten – Arkansas, Florida, ...
Weiterlesen …
Wird geladen...