Google: Gesichtserkennung soll nur mehr an vertrauenswürdige Käufer gehen

Ungewöhnlich – aber Google möchte sich tatsächlich für mehr Privatsphäre und Schutz der Bürgerrechte einsetzen. In einem aktuellen Blogeintrag gibt der Konzern an, „Missbrauch und schädliche Folgen“ durch eingehende Prüfung von potenziellen Käufern vorbeugen zu wollen. Das Wohle der Allgemeinheit stehe an erster Stelle, auch bei Gesichtserkennung.

Google möchte nämlich Probleme lösen, anstatt sie zu verursachen. Und wie wir alle wissen, kann Gesichtserkennungs-Software so einige Probleme mit sich bringen – alleine aufgrund der extrem hohen Fehlerquote, aber auch Diskriminierung und heimliche Überwachung
unbescholtener Bürger sind heiß diskutierte Themen. Aus diesem Grund hat Google eine eigene Initiative ins Leben gerufen, die sich „AI for Social Good“ nennt.

„Zum Wohle der Gesellschaft“

Warum Google plötzlich derart sicherheitsfreundlichen Ansichten „zum Wohle der Gesellschaft“ hegt? Sicherlich auch, weil die Mitbewerber am Feld starker Kritik ausgesetzt sind. Beispielsweise Amazon mit seiner Gesichtserkennungs-Software Rekognition, die an Polizeibehörden verkauft wird. Oder Microsoft, dem vorgeworfen wird, Technologien für die umstrittene US-Grenzbehörde ICE zur Verfügung gestellt zu haben.

AI für den guten Zweck

Google selbst will es besser machen und hat auch gleich ein Beispiel dafür parat: So nutzt der Konzern AI im medizinischen Bereich, um Erkrankungen am Auge besser und schneller diagnostizieren zu können. Außerdem setzt Google künstliche Intelligenz zur Vorhersage von Umweltkatastrophen, für den Schutz gefährdeter Tiere und gegen illegale Fischerei ein. So steht es zumindest im Blogpost:

„Google engagiert sich seit langem für die verantwortungsvolle Entwicklung der KI. […] Als ein Beispiel hat die Gesichtserkennungstechnologie Vorteile in Bereichen wie neuen unterstützenden Technologien und Werkzeugen, um vermisste Personen zu finden. Wie bei vielen Technologien mit Mehrfachverwendung verdient die Gesichtserkennung jedoch eine sorgfältige Prüfung, um sicherzustellen, dass ihre Verwendung mit unseren Prinzipien und Werten übereinstimmt und Missbrauch und schädliche Folgen vermieden werden.“

Deswegen bietet Google momentan auch keine ganzheitliche Gesichtserkennungs-Software an. Dieser allgemeine Verkauf ist für den Konzern erst dann überlegenswert, wenn es entsprechende Regeln gibt. Auf denselben Zug sprang auch Microsoft auf, als deren oberster Jurist in einer Rede vor einem „Überwachungsstaat durch Gesichtserkennung“ warnte.

Quelle: ZDNet.de; Foto: pixabay.com

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Google: Gesichtserkennung soll nur mehr an vertrauenswürdige Käufer gehen
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Ungewöhnlich – aber Google möchte sich tatsächlich für mehr Privatsphäre und Schutz der Bürgerrechte einsetzen. In einem aktuellen Blogeintrag gibt der Konzern an, „Missbrauch und schädliche Folgen“ durch eingehende Prüfung von potenziellen Käufern vorbeugen zu wollen.
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