Du willst ein Visum für die USA? Dann musst du deine Social Media-Accounts offen legen!

Die USA halten generell nicht viel von Privatsphäre. Schon gar nicht, wenn es um ausländische Besucher geht. So müssen alle jene, die ein Visum für die USA brauchen, ab sofort auch Auskunft zu ihren E-Mail- und Social-Media-Konten geben – verpflichtend! Sonst heißt es Draußenbleiben. Esta-Einreisen betrifft das aber nicht.

Wieder einmal wird die „nationale Sicherheit“ vom US-Außenministerium für die Maßnahmen vorgeschoben, die bereits seit 2018 im Gespräch war. Diese heiligt alle Mittel – Überwachung etc. Wenn du ein US-Visum benötigst bedeutet das in Zukunft, dass der lange hierfür erforderliche Fragenkatalog eben auch Antworten zu Social Media & Co verlangt.

Auf die Herausgabe von Passwörtern wird nun doch verzichtet

Es war eigentlich sogar angedacht, dass du deine Passwörter preisgeben musst! Dass dieser Schritt dann doch zu weit geht, haben die Verantwortlichen dann anscheinend doch eingesehen. Diese Entscheidung traf das Außenministerium bereits 2017. Aber natürlich gibt es immer wieder besonders beflissene Beamte, die von den Reisenden vor Ort dann doch die Passwörter verlangen. Das ist an sich verboten – aber wenn dich ein Beamter zur Herausgabe deiner Passwörter auffordert, ist die Frage, ob du dich wehrst …

Warum aber rücken jetzt plötzlich Social Media in den Fokus der Behörden? Diese meine, dadurch „relevante Fragen zu Identität, Beruf, früheren Reisen und anderen Faktoren“ sowie „Täuschungs- oder Betrugsversuche“ ausgemacht werden können. Außerdem eignen sich die sozialen Medien dazu, Menschen nicht zu verwechseln – z. B. bei Namensgleichheit.

Wenn du Deutscher bist, hast du nochmal Glück gehabt

Als deutscher oder österreichischer Tourist (bzw. auch aus anderen Ländern) hast du das Glück, für kürzere Reisen statt eines Visums das Electronic System for Travel Authorization (Esta) zu beantragen. Das ist viel unkomplizierter und du musst auch nicht deine persönlichsten Daten preisgeben. Es sind zwar auch beim Esta-Antrag Fragen zu Facebook-Konten etc. beinhaltet, aber diese sind nicht verpflichtend auszufüllen.

Ca. 15 Millionen Menschen pro Jahr müssen aber ein Visum beantragen – ganz schön viele. Sie alle müssen zukünftig also ihre gesamten Social Media-Accounts offenlegen. Überwachung total!

Quelle: Golem.de; Foto: pixabay.com


Erstellt am: 4. Juni 2019

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

/ / Allgemein
SlickVPN: clever & geschickt oder so lala?

SlickVPN: clever & geschickt oder so lala?

Auf ein Neues möchte ich euch heute einen der unbekannteren VPN Provider vorstellen, der auch gleich mal wieder mit seinem Namen Großes verkündet. Das „slick“ in Slick VPN steht nämlich für clever und gekonnt. Wird der VPN Dienst seinem Namen tatsächlich gerecht? Wie performt SlickVPN? Welche Features gibt es und welche Anwendungsbereiche? Schauen wir es uns an! SlickVPN Serverinfo Bei SlickVPN handelt es sich um einen US-Provider, der 2011 gegründet wurde und mehr als 150 Server an über 40 Standorten ...
Weiterlesen …
BelkaVPN: „Kugelsicherer“ globaler VPN?

BelkaVPN: „Kugelsicherer“ globaler VPN?

Heute stellen wir euch einen weiteren weniger bekannten VPN Anbieter mit einem russischen Namen vor – BelkaVPN. Kommt der Anbieter tatsächlich aus Russland, was verspricht der Anbieter und welche Funktionalität liefert er, erfahrt ihr in diesem Artikel.BelkaVPN Preise & KostenEin 3-Jahres-Paket kostet derzeit 99,99 US-Dollar. Es gibt auch ein Jahres-Abo für 80 US-Dollar und ein Monatsabonnement für 11,99 US-Dollar. Egal, welchen der 3 Tarife man auswählt, es können gleichzeitig immer 5 Geräte mit dem Service verbunden werden. In jedem Tarif ...
Weiterlesen …
/ / Allgemein
Anleitung: Surfshark auf Gl-iNet Router verwenden (OpenVPN)

Anleitung: Surfshark auf Gl-iNet Router verwenden (OpenVPN)

In der folgenden Anleitung zeigen wir, wie Du Surfshark VPN sehr einfach auf jeden Gl.iNet Router verwenden kannst. Folge dazu einfach unserer Anleitung Schritt für Schritt. Surfshark VPN mit OpenVPN auf jedem Gl.iNet Router verwenden. Grundsätzlich ist die Kombination von Surfshark VPN mit einem Gl.iNet Router absolut zu empfehlen. Der VPN Dienst bietet verschiedene Protokolle an die auch von Gl.iNet unterstützt werden und auch mit OpenVPN lassen sich damit super stabile und schnelle Verbindungen erreichen. Surfshark arbeitet auch derzeit an ...
Weiterlesen …
ClearVPN: VPN mit Durchblick oder Tomaten vor den Augen?

ClearVPN: VPN mit Durchblick oder Tomaten vor den Augen?

Heute steht der ziemlich neue Provider ClearVPN bei uns im Fokus: Das Service von MacPaw möchte seinen Usern eine möglichst einfach und komfortable Bedienung ermöglichen und hat deswegen sogenannte Shortcuts (genauer gesagt Shortcut-Server) eingeführt. Was es damit auf sich hat und ob ClearVPN in Sachen User-Bedürfnisse wirklich klar sieht – hier erfährst du es!ClearVPN InfosClearVPN wurde 2020 von MacPaw gegründet, die auch hinter CleanMyMac, Gemini 2 und für die Software-Flatrate Setapp stecken. Beheimatet ist der Provider in der Ukraine, was ...
Weiterlesen …
Wird geladen...