Angst, dass dein Smartphone & Co an der US-Grenze durchsucht wird? Dann beachte unsere 5 Tipps!

Grenzbehörden greifen immer drastischer in unsere Privatsphäre ein: Letztes Jahr führten US-Beamte über 33.000 Durchsuchungen von Geräten durch – ohne entsprechenden Durchsuchungsbefehl. Drei Jahre zuvor waren es nur 8.000. Untersuchungen zeigen, dass Beamte nahezu unbegrenzte Autorität haben, die Geräte von Reisenden an Grenzen zu durchsuchen. Die dabei gewonnenen Informationen können bis zu unglaublichen 75 Jahren gespeichert werden! Weitaus dramatischer ist aber die Tatsache, dass die Behörden deine Geräte auch nach Informationen über all jene Personen durchforsten kann, mit denen du vernetzt bist – Familie, Freunde etc. Um deine und deren Privatsphäre zu schützen, solltest du unbedingt die folgenden Tipps beachten!

1. Reise ohne deine Geräte

Der einfachste und sicherste Weg, eine Durchsuchung deiner Geräte zu umgehen, ist sie zu Hause zu lassen. Es mag zwar mal nett sein, eine Smartphone-Pause einzulegen, aber gleichzeitig auch ganz schön unpraktisch.

2. Lege dir ein puristisches Telefon nur mit den notwendigsten Daten zu

Ein Smartphone oder Computer nur fürs Reisen mag extravagant klingen, aber es schützt natürlich deine Daten. Wenn du ein solches Gerät aufsetzt stell sicher, dass sich keinerlei E-Mail-Accounts, Social Media-Apps oder persönlichen Fotos darauf befinden. Selbst wenn dein „Urlaubsgerät“ dann durchsucht wird, werden die Behörden nicht wirklich viel darauf finden.

3. Speichere sensible Infos in der Cloud und lösche regelmäßig die Apps auf deinem Handy

Daten, die online gespeichert sind, können die US-Grenzbehörden nicht durchsuchen. Wenn du dir also keine Extra-Geräte zulegen kannst bzw. möchtest, ist das Speichern in der Cloud und Löschen auf dem Gerät eine sehr gute Alternative. Pass aber auf, dass du nichts vergisst! Social Media-Apps und E-Mail-Accounts sind besonders leicht zu löschen.

4. Deaktiviere biometrische Datensicherheit und verschlüssle deine Geräte

In den USA können die Grenzbeamte dazu auffordern, dein biometrisch gesperrtes Gerät zu öffnen. Deaktiviere dieses und verwende stattdessen lange Passwörter und Verschlüsselung. Zusätzlich solltest du sicherstellen, dass die Festplatte deiner Geräte verschlüsselt sind. Bei Android Versionen 6.0 oder darüber ist das automatisch der Fall, ebenso bei sämtlichen Apple iOS-Geräten. MacOS Laptops können mit FileVault verschlüsselt werden, Windows 10-Geräte mit BitLocker. Trotz aller Verschlüsselung können dich die Beamten aber natürlich trotzdem dazu auffordern, deine Geräte zu entsperren. Wenn du das verweigerst, kann dir sogar die Einreise untersagt werden!

5. Melde jegliche Art von Missbrauch

Du solltest jede inakzeptable Verhaltensweise durch Grenzbehörden an Organisationen wie die EFF oder die ACLU melden, die dein Recht auf Privatsphäre verteidigen. Es ist ganz wichtig, Vorfälle zu melden, um derartige Organisationen bei ihrem Kampf zu unterstützen.

Diese Tipps helfen beim Schutz deiner Privatsphäre gegenüber Grenzbehörden. Aber natürlich bleibst du vor dem Risiko von Durchsuchungen nicht gefeit. Deswegen solltest du wirklich darauf achten, möglichst wenige sensible Daten mit auf Reisen zu nehmen!

Quelle: surfshark.com; Foto: pixabay.com


Erstellt am:5. Juni 2019

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

/ / Datenschutz, Politik
Führt EU Vorratsdatenspeicherung ein?

E-Privacy-Verordnung mit Vorratsdatenspeicherung? Alarm bei Datenschützern

Neben dem Datenschutz ist der EU auch die Sicherheit im Internet ein großes Anliegen. Deswegen bastelt diese auch bereits 2017 an einer entsprechenden Verordnung zur E-Privacy. An sich eine gute Sache, die aber nun vom finnischen Ratsvorsitz verwässert werden soll. Dieser plant nämlich die Erlaubnis der Vorratsdatenspeicherung! E-Privacy für mehr Datenschutz & weniger Tracking Unter anderem setzt die E-Privacy-Verordnung an Messengerdiensten und anderen Online-Kommunikationsmitteln an. Hier soll der Datenschutz verbessert werden. Und auch dem munteren Tracking, das ja fast auf ...
Weiterlesen …
/ / Allgemein, Datenschutz
Polizist mit Bodycam

Bodycam-Videos der Bundespolizei landen nach wie vor auf Amazon-Servern

Amazon & Co haben in Bezug auf Datenschutz nicht gerade das beste Renommee. Entsprechend würde man meinen, dass Behörden nicht unbedingt auf deren Dienste zurückgreifen. Nicht so die deutsche Bundespolizei: Sie speichert ihre Bodycam-Aufnahmen auf Amazon Servern – nach wie vor! Bereits im März diesen Jahres kam es zum großen Knall. Damals wurde bekannt, dass die Bundespolizei Videos ihrer Bodycams auf Servern von Amazon speichert. Das, da es angeblich keine adäquate eigene Infrastruktur gebe. Die Cloudlösung von Amazon hingegen sei ...
Weiterlesen …
/ / Allgemein, Datenschutz
Pass auf deine „alten“ E-Mail-Adressen auf – Betrüger unterwegs!

Pass auf deine „alten“ E-Mail-Adressen auf – Betrüger unterwegs!

Hast du noch E-Mail-Adressen, die du schon längst nicht mehr nutzt? Dann ist diese Warnung des Bundeskriminalamts für dich wesentlich: Momentan kapern Cyber-Kriminelle nicht mehr genutzte E-Mail-Adressen und erschleichen sich damit den Zugang zu Social Media-Accounts & Co! Wir sagen dir, wie du dich vor dieser neuen Betrugsmasche schützen kannst! In deinen persönlichen Accounts finden sich meist wichtige persönliche Daten und andere Infos. Und die sollen auch persönlich bleiben. Leider gibt es aber viele Risiken für deine Privatsphäre. Eine neue ...
Weiterlesen …
Google Chrome Fehler mit Warnstufe "hoch" behoben

Google Chrome Fehler mit Warnstufe „hoch“ behoben

Das Neue Update des Google Chrome Browsers ist da und sollte unbedingt sofort gemacht werden, denn Fehler wurden behoben! Prinzipiell geschieht das automatisch, außer man hat den Browser seit mehreren Tagen nicht mehr neu gestartet. Version 78.0.3904.87 - Zwei schwere Lücken behoben Einen häufig vorkommenden Bug, genannt: "Use-After-Free" hat man bereits behoben. Dieser wurde am 29. Oktober 2019 von einem Sicherheitsforscher von Kaspersky entdeckt und sofort gemeldet und breits zwei Tage später war das Update bereits fertig. Bei diesem Bug ...
Weiterlesen …
Wird geladen...