Ach wie gut, dass niemand weiß, wie meine IP-Adresse heißt: Mehr Rechte für Rechteinhaber?

Die heiße Debatte über die Rechte von Rechteinhabern und Nutzung bzw. die Verbreitung diverser Inhalte auf Internet-Plattformen reißt nicht hat ab. Eine EU-Urheberrechtsreform soll unter anderem garantieren, dass sich niemand hinter Plattformen wie YouTube und Co verstecken kann. Die Betreiber wissen oft mehr, sind sich aber wohl uneinig darüber, welche Informationen im Streitfall heraus gegeben werden dürfen oder sollen.

YouTube gehört zu Google. Für ein aktives YouTube-Konto braucht man ein Google-Konto, also eine E-Mail-Adresse und ein Geburtsdatum. Wenn du Videos hochladen willst, die länger als 15 Minuten dauern, musst du auch eine Telefonnummer eingeben. Laut YouTube-Hilfe von Google wird diese unter anderem benötigt um Spam und Missbrauch zu verhindern. That’s it.

Scary Movie – Drei YouTube-Nutzer gehen in Deckung

2013 und 2014 haben drei Nutzer die Filme Scary Movie 5 und Parker eingestellt. Der Filmverleiher Constantin ist auf der Suche nach den Übeltätern. Ihre echten Namen sind genauso wenig bekannt wir ihre IP-Adressen. Die Unbekannten gingen also sozusagen hinter YouTube in Deckung. Das wird schwierig. YouTube ist eine beliebte Plattform und möchte das auch weiterhin bleiben.

Eine heiße Spur

Laut dem “alten” Urheberrecht müssen die Betreiber unter Umständen die Namen und die Anschrift herausgeben. Was man nicht hat, kann man nicht hergeben. Nun ist der EuGH gefordert, denn offensichtlich gibt es bei dieser Rechnung einen Fehler. Die Angabe von der Telefonnummer und der E-Mail-Adresse wäre laut BGH ausreichend, denn dann hätte man wohl alle nötigen Informationen zur Verfügung. Auch eine IP-Adresse könnte hilfreich sein. Der BGH steht dieser Eingrenzung jedoch skeptisch gegenüber. Damit käme man ja nicht direkt zur Person, sondern nur zum Anschluss. Das wäre ja doch zumindest eine heiße Spur.

Dein Tube – du zahlst

Ein Musikproduzent verlangt, dass YouTube für den Schaden aufkommen muss, der dadurch entstanden ist, dass ein User unberechtigt seine Inhalte hochgeladen hat. Das Verfahren liegt bereits beim EuGH. Wenn mit fremden Inhalten im Netz weiterhin so umgegangen wird als wären es die eigenen, könnte eine Tendenz in diese Richtung abzusehen sein.

Fazit

Rechteinhaber erwarten sich, dass ihre Rechte respektiert werden. User wollen ein fei zugängliches Internet mit rasch verfügbaren Inhalten. Die Lösung wird vermutlich irgendwo in der Mitte liegen. Ob letzten Endes Upload-Filter das Allheilmittel sein müssen, wird sich zeigen. Der digitale Raum kann nicht rechtsfrei sein. Schütze deine Daten!

Quelle: DerStandard.at

Zusammenfassung
Ach wie gut, dass niemand weiß, wie meine IP-Adresse heißt: Mehr Rechte für Rechteinhaber?
Artikel Name
Ach wie gut, dass niemand weiß, wie meine IP-Adresse heißt: Mehr Rechte für Rechteinhaber?
Beschreibung
Die heiße Debatte über die Rechte von Rechteinhabern und Nutzung bzw. die Verbreitung diverser Inhalte auf Internet-Plattformen reißt nicht hat ab. Eine EU-Urheberrechtsreform soll unter anderem garantieren, dass sich niemand hinter Plattformen wie YouTube und Co verstecken kann. Die Betreiber wissen oft mehr, sind sich aber wohl uneinig darüber welche Informationen im Streitfall heraus gegeben werden dürfen oder sollen.
Author
Veröffentlicher
vpn-blog.de
Logo

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

/ / Anwendungen
In Kürze neu bei Surfshark VPN: BlindSearch™ & HackLock™

In Kürze neu bei Surfshark VPN: BlindSearch™ & HackLock™

Surfshark VPN hat in den letzten Monaten viel von sich hören lassen. 2018 erst gegründet, sorgt der supergünstige Anbieter regelmäßig für weitere Verbesserungen seiner Services. Beliebte Funktionen wie CleanWeb oder Whitelister sollen nun Zuwachs bekommen: Mit BlindSearch™ und HackLock™ erhalten die User zukünftig noch mehr für ihr Geld. Ein wenig dauert es zur Veröffentlichung zwar noch, wir haben aber direkt mit den Surfshark Machern gesprochen und einige spannende Details über die geplanten Features und ihre Vorteile herausgefunden. Und die wollen ...
Weiterlesen …
Angst, dass dein Smartphone & Co an der US-Grenze durchsucht wird? Dann beachte unsere 5 Tipps!

Angst, dass dein Smartphone & Co an der US-Grenze durchsucht wird? Dann beachte unsere 5 Tipps!

Grenzbehörden greifen immer drastischer in unsere Privatsphäre ein: Letztes Jahr führten US-Beamte über 33.000 Durchsuchungen von Geräten durch – ohne entsprechenden Durchsuchungsbefehl. Drei Jahre zuvor waren es nur 8.000. Untersuchungen zeigen, dass Beamte nahezu unbegrenzte Autorität haben, die Geräte von Reisenden an Grenzen zu durchsuchen. Die dabei gewonnenen Informationen können bis zu unglaublichen 75 Jahren gespeichert werden! Weitaus dramatischer ist aber die Tatsache, dass die Behörden deine Geräte auch nach Informationen über all jene Personen durchforsten kann, mit denen du ...
Weiterlesen …
/ / Politik, Überwachung
Du willst ein Visum für die USA? Dann musst du deine Social Media-Accounts offen legen!

Du willst ein Visum für die USA? Dann musst du deine Social Media-Accounts offen legen!

Die USA halten generell nicht viel von Privatsphäre. Schon gar nicht, wenn es um ausländische Besucher geht. So müssen alle jene, die ein Visum für die USA brauchen, ab sofort auch Auskunft zu ihren E-Mail- und Social-Media-Konten geben – verpflichtend! Sonst heißt es Draußenbleiben. Esta-Einreisen betrifft das aber nicht. Wieder einmal wird die „nationale Sicherheit“ vom US-Außenministerium für die Maßnahmen vorgeschoben, die bereits seit 2018 im Gespräch war. Diese heiligt alle Mittel – Überwachung etc. Wenn du ein US-Visum benötigst ...
Weiterlesen …
/ / Datenschutz
Klage wegen Cambridge Analytica Datenskandal: Facebook sieht keine Verletzung der Privatsphäre seiner User

Klage wegen Cambridge Analytica Datenskandal: Facebook sieht keine Verletzung der Privatsphäre seiner User

Erinnerst du dich noch an den großen Facebook Datenskandal rund um Cambridge Analytica? Dieser hat letztes Jahr für ordentlich Wirbel gesorgt. Einige User wollten sich die Datenweitergabe von Facebook nicht gefallen lassen und haben eine Sammelklage angestrengt. Klar, dass Facebook alles ganz anders sieht. Der Konzern meint doch tatsächlich, dass die Privatsphäre der Nutzer durch den Datenskandal nicht verletzt wurde … Als 2018 der Skandal rund um Cambridge Analytica und die damit verbundene unrechtmäßige Weitergabe von Nutzerdaten bekannt wurde, haben ...
Weiterlesen …
Wird geladen...