Und wieder ein Datenskandal: Netflix & Spotify erhielten von Facebook Zugriff auf Nutzer-Infos

Vitamin B ist alles, heißt es. Diese Philosophie steht anscheinend auch bei Facebook hoch im Kurs. Bereits vor einiger Zeit gab es Berichte, dass das soziale Netzwerk VIP-Kunden bei der Datenweitergabe bevorzugt behandelt hat. Jetzt hat die „New York Times“ neue unseriöse Geschäftspraktiken von Facebook aufgedeckt.

Bei all den heurigen Datenskandalen rund um Facebook ist es wirklich schwierig, den Überblick zu behalten. Aber ganz egal wie viel passiert ist (und das war mega-viel), Mark Zuckerberg beteuert immer wieder, höchsten Wert auf den Datenschutz seiner User zu legen. Interne Dokumente aus dem Jahr 2017, die der New York Times vorliegen, zeichnen einmal mehr ein anderes Bild. Dieses Mal soll Facebook seinen wichtigen Partnern Netflix und Spotify Einsicht in private Chats der Nutzer gegeben haben. Bing durfte sich die Freundeslisten ansehen.

Eine Hand wäscht die andere

Natürlich hatte auch Facebook etwas davon. Das soziale Netzwerk erhielt im Gegenzug beispielsweise Kontaktliste von Yahoo, Huawei und Amazon. Spotify und Netflix haben die ihnen gegebene Möglichkeit des „Mitlesens“ angeblich nicht genutzt – behaupten sie zumindest gegenüber der New York Times. In einer späteren Stellungnahme hat Netflix seine Aussage nochmals bekräftigt: „Zu keinem Zeitpunkt haben wir auf private Nachrichten (…) zugegriffen oder um die Möglichkeit dazu gebeten.“

Facebook-Partnerschaften angeblich alle legal

Überhaupt hat Facebook wenig Ahnung, wer auf was Zugriff hatte bzw. hat. Auch Yahoo hatte Zugriff auf Nutzerdaten, obwohl dieser eigentlich bereits seit einiger Zeit abgedreht worden war. Facebook hingegen spricht von „rigoroser Kontrolle“, was seine Partnerschaften betrifft, die allesamt (US-) rechtens seien. Konsumentenschützer widersprechen allerdings vehement. Gerade Facebook liebt es, Daten zu sammeln. Gerne auch heimlich hinter dem Rücken seiner Nutzer … War dir klar, dass Netflix und Spotify deine Chats mitlesen können? Wohl eher nicht!

Quelle: Standard Online; Foto: pixabay.com


Erstellt am: 31. Dezember 2018

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