2 Spionage Apps auf vergünstigten US-Smartphones entdeckt

Eigentlich eine nette Sache: US-Bürger, die nicht so viel Geld haben, können Handys zu einem billigeren Preis kaufen. Jetzt kam allerdings heraus, dass auf einem dieser Android-Phones Spionage Malware vorab installiert ist!

Die Experten von Malwarebytes haben besagte Handys nach Meldungen von besorgten Usern untersucht. Fündig geworden sind sie auf dem UMX-Einstiegshandy U683CL mit Android-Betriebssystem. Dieses Handy können US-Bürger im Rahmen eines staatlichen Förderungsprogrammes namens „Assurance Wireless“ günstiger erwerben. Ziel des Programmes ist, dass alle Menschen gleichermaßen soziale Netzwerke und das mobile Internet nutzen können. Bei den Handys mit Spionage App zahlen sie zwar nur ca. 35 Dollar, verkaufen aber dafür ihr Privatsphäre und Daten gleich mit … Ein Geschäftsmodell, das wir ja auch schon von Facebook kennen …

Zwei Spionage Apps entdeckt

Bei der Malware handelt es sich nicht nur um einen, sondern gleich um zwei Trojaner. Diese bedrohen die Privatsphäre und Daten der User auf zwei verschiedene Arten: Ein Trojaner stammt von Adups. Dieses chinesische Unternehmen geht bekanntlich gerne auf die Jagd nach Nutzerdaten … Der Trojaner wird ohne Wissen und Zutun der User auf dem Handy installiert. Noch ist allerdings nicht klar, wer die Installation veranlasst. Noch schlimmer ist, dass mit jedem Update, das ein User durchführt, wiederum unbemerkt neue Schadsoftware aufs Handy kommen kann.

Löschen der Spionage Apps nicht möglich

Der zweite Trojaner namens HiddenAds wurde in den Einstellungen gefunden und bombardiert den User mit unerwünschter Werbung. Besonders fies: Die App kann nicht gelöscht werden! Theoretisch wäre das zwar möglich. Aber in der Praxis fällt diese Möglichkeit in Wirklichkeit weg, weil das Betriebssystem dann nicht mehr upgedatet werden kann. Was aber wiederum für die Sicherheit des Smartphones unumgänglich ist.

Bisher haben sich weder die amerikanische Regierung noch der Smartphone-Hersteller zu den Vorwürfen geäußert.


Erstellt am: 15. Januar 2020

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