Die EU-Urheberrechtsreform und Artikel 13 greifen die Bildung unserer Kinder an: Die Stunden der kostenlosen Lernmaterialien im Internet sind gezählt

Immer dieser Artikel 13. Zuerst wollte man ihn und jetzt scheint ihn niemand wirklich zu mögen. Die EU-Urheberrechtsreform spaltet die Gesellschaft. Kostenlose Unterrichtsmaterialien im Netz erleichtern vielen Eltern das Leben. Echte Nachhilfe ist extrem teuer und ohne scheint es irgendwie oftmals nicht zu gehen. Die Zeiten, in denen die Kinder sich in der Schule das Basiswissen aneignen konnten und daheim nur noch vertiefen mussten, sind wohl vorbei. Da kommt das Internet gerade recht.

Auf die Plätze, fertig, klick und schon ist die Information da. Kein mühsames Nachschlagen im eigenen Schulbuch, kein Lesen der extra farbig markierten und wichtigsten Informationen, kein anstrengendes Umblättern mehr. Das Netz ist doch viel schneller. Sogar schneller als die müde Hand oder das faule Gehirn. Erst tippen, dann denken. Und all das soll jetzt in Gefahr sein? Wegen Artikel 13?

Ein offener Brief

Der Verein ZUM (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet) ist jetzt aktiv geworden. Zu den leidigen Konsequenzen, die Artikel 13 nach sich ziehen könnte, gibt es nun einen offenen Brief. Man möchte die Abgeordneten des EU-Parlaments davon überzeugen, dass Artikel 13 nicht erwünscht ist. Der Verein spricht sich für die Wahrung des Urheberrechts aus, bittet aber gegen den aktuellen Entwurf zu stimmen. Die Plattform stellt Unterrichtsmaterialien zur Verfügung und sieht sich durch Artikel 13 die rechtliche Grundlage entzogen. Der Verein ist gemeinnützig und finanziert sich zum Teil durch Werbung. Man befürchtet nun, dass die Plattform geschlossen werden muss. Für Urheberrechtsverletzungen der User könne schließlich keine Verantwortung übernommen werden. Die Urheberrechtsreform und Artikel 13 haben sich nicht überall Freunde gemacht.

Fazit

Der Zugang zu Information ist ein Grundpfeiler des menschlichen Seins. Ohne Information können wir nicht überleben. Der digitale Bildungsweg hat uns das Leben in vielen Fällen erleichtert. Frei zugängliche Lernmaterialien im Internet sind eine große Hilfe für viele Familien. Wir sollten uns jedoch nicht so abhängig von einer einzigen Quelle machen. Es gibt noch andere Methoden, um etwas zu lernen oder nachzuschlagen. Das sollten wir uns ab und zu in Erinnerung rufen. Artikel 13 hin oder her. Wenn eine Gesellschaft das Internet wirklich braucht, um die Bildung der Kinder zu gewährleisten, hat das Schulwesen gänzlich versagt. Der digitale Raum kann nicht rechtsfrei sein!

Quelle: Heise.de; Foto: pixabay.com

Zusammenfassung
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Die EU-Urheberrechtsreform und Artikel 13 greifen die Bildung unserer Kinder an: Die Stunden der kostenlosen Lernmaterialien im Internet sind gezählt
Beschreibung
Immer dieser Artikel 13. Zuerst wollte man ihn und jetzt scheint ihn niemand wirklich zu mögen. Die EU-Urheberrechtsreform spaltet die Gesellschaft. Kostenlose Unterrichtsmaterialien im Netz erleichtern vielen Eltern das Leben. Echte Nachhilfe ist extrem teuer und ohne scheint es irgendwie oftmals nicht zu gehen. Die Zeiten, in denen die Kinder sich in der Schule das Basiswissen aneignen konnten und daheim nur noch vertiefen mussten, sind wohl vorbei. Da kommt das Internet gerade recht.
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