ACHTUNG BAUSTELLE Sicherheitslücken! Es ist nicht alles Chrome, was glänzt!

Du öffnest ahnungslos eine PDF-Dokument mit dem in Google Chrome integrierten PDF-Viewer. Während du vielleicht nichts Böses ahnend vor dich hin träumst, holen sich Hacker deine Daten. Sie wollen unter anderem deine IP-Adresse, den Speicherpfad der Datei und die Browserversion. Damit lässt sich dann so einiges anstellen. Wie ist das möglich? Forscher haben eine fiese Zero-Day-Lücke entdeckt, die den ersehnten Zutritt zu deinen heiß begehrten Daten verschaffen kann.

EdgeSpot hat eine unschöne Entdeckung gemacht. Es sind getunte PDF-Dateien im Umlauf, die es in sich haben. Diesbezüglich wurden zwei verschiedene Kampagnen angelegt, die das Zerstörungspotential auf die Spitze treiben sollen. Sie stammen aus den Jahren 2017 und 2018.

PDF steht hier für präparierte Datenfalle

Wer ist schuld? Der in Chrome integrierte PDF-Viewer ist das Problem. Dank einer Sicherheitslücke besteht die Möglichkeit, an Userdaten zu kommen. Ganz einfach! Du musst nur das PDF-Dokument öffnen. Und schon sammelt es fleißig Daten. Präparierte Dateien + Chrome PDF-Viewer mit Sicherheitslücke = Adieu Daten.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Bei dem Angriff wird vorerst kein erheblicher Schaden angerichtet. Deine Daten werden halt gesammelt. Es ist ungefähr so wie der Späh-Besuch von Einbrechern. Zuerst kommen die eher harmlos aussehenden Komplizen, die dir ein paar selbst gestickte Tischdecken verkaufen wollen. Nach diesem Präludium weiß man dann, ob sich ein Einbruch überhaupt lohnt.

Dauerbaustelle PDF

PDF ist bei Cyberkriminellen äußerst beliebt. Jeder nützt es und kaum jemand empfindet den Sicherheitsaspekt als bedenklich. PDF war gerade erst das Sorgenkind. Selbst einer Signatur kannst du nicht trauen. Der Inhalt kann problemlos abgeändert werden. Die Signatur bleibt trotzdem gültig, weil das System die fatale Änderung nicht erkennt.

Wie kannst du dich schützen?

Google wurde bereits informiert und arbeitet fleißig an einer Lösung. Die Experten von EdgeSpot empfehlen, dass PDF-Dateien immer vom Desktop aus geöffnet werden sollten. Falls du doch Chromes PDF-Viewer nützen willst, trenne vorher die Internetverbindung. Erst wenn der Patch kommt, ist alles wieder gut. Bis zur nächsten Sicherheitslücke.

Fazit

Ab Ende April soll ein Fix für den Bug erhältlich sein. Bis dahin: Pass auf wem du die Türe öffnest und schütze deine Daten!

 

Quelle: ZDNet.de; Foto: pixabay.com


Erstellt am:14. März 2019

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