Keine Utopie: Automatisches Erkennen von kriminellen Inhalten mit TENSOR

Das von der EU ins Leben gerufene Projekt namens TENSOR soll für mehr Sicherheit sorgen. Das Internet und die dadurch möglich gewordene omnipräsente Vernetzung haben sowohl gute als auch schlechte Seiten. Wir sind mittlerweile sowohl privat als auch beruflich schnell abrufbare Informationen und rasche Kommunikationswege angewiesen.

Auch für kriminelle Ziele und Mitteilungen wird das Internet optimal genützt. Gilt dies auch für Strafverfolgungsbehörden und sonstige Ermittlungen?

Immer ein paar Schritte zu langsam

Ermittler hinken meistens nicht nur einen Schritt hinterher. Allein das Darknet bietet so viele Möglichkeiten, dass sich ein Erfassen der zur Verbrechensbekämpfung notwendigen Inhalte mehr als schwierig erweist. Nichtsdestotrotz hat man die Notwendigkeit erkannt und versucht mit TENSOR ein Instrument zu schaffen, das kriminelle Inhalte in greifbare Nähe rücken soll. Mithilfe der neuen Tools sollen terroristische Inhalte und Ziele im Netz schnell und effizient identifiziert werden.

Safer Europe

Auch das Darknet kann durchforstet werden. Das Hauptziel besteht darin, die Bürger und Bürgerinnen Europas zu schützen. Dabei sollen Datenschutz und Privatsphäre nicht zu kurz kommen. Vor allem Law Enforcement Agencies (LEAS), also Strafverfolgungsbehörden, sollen bei ihrer heiklen Aufgabe unterstützt werden. Das Projekt wird von der Polizei in Nordirland geleitet und hat einige starke Partner wie europäische Polizeibehörden und Forschungsinstitute an seiner Seite.

Smartes Tool

Die Software, die zum Einsatz kommen soll, ist nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern auch vielseitig begabt. Sie ist mehrsprachig. Wie schön, dass daran gedacht wurde. Sie scannt auch die Sozialen Medien nach kriminellen oder terroristischen Inhalten und kategorisiert sie anschließend.

Fazit

Die Vernetzung ist da. Das Internet ist vielseitig und wird maximal genützt. Hauptsächlich von der kriminellen Seite. Es wird Zeit, dass sich die Ermittler an die Bandbreite dieses Spektrums annähern. Was ändert sich, wenn sich das Bezugssystem ändert? Weiterhin bleibt zu hoffen, dass es nicht nur beim Sammeln von Informationen bleibt. Ohne entsprechende Verarbeitung und Reaktion ist die beste Information unbrauchbar. Ausschließliches „Überwachen, Crawlen und Sammeln“ ist definitiv zu wenig. Das Projekt bleibt spannend. Wie multilinear TENSOR tatsächlich ist, wird sich bald zeigen. Wo ein Netz, da ein Weg.

Quelle: netzpolitik.org; Foto: pixabay.com

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Keine Utopie: Automatisches Erkennen von kriminellen Inhalten mit TENSOR
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Das von der EU ins Leben gerufene Projekt namens TENSOR soll für mehr Sicherheit sorgen. Das Internet und die dadurch möglich gewordene omnipräsente Vernetzung haben sowohl gute als auch schlechte Seiten. Wir sind mittlerweile sowohl privat als auch beruflich schnell abrufbare Informationen und rasche Kommunikationswege angewiesen.
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