Böses Abschiedsgeschenk vom Ex-Mitarbeiter: WordPress Plug-In gehackt und User zugespammt

Wenn Unternehmen sich von Mitarbeitern verabschieden, verläuft das nicht immer friktionsfrei. Im Falle eines Ex-WordPress-Mitarbeiters blieb es aber nicht bei bösen Worten: Der anscheinend beleidigte Mann hackte das WordPress WPML Plug-In, spammte die Nutzer zu und hinterließ seine Spuren auf der WordPress-Webseite.

So sieht die Rache geschasster IT-Mitarbeiter aus: Ein ehemaliger WordPress-Angestellter hackte über eine Hintertür das WPML (WordPress Multilingual) Plug-In, gab sich als Sicherheitsforscher aus und schickte allen Nutzern Spam-Mails über angebliche Schwachstellen. Mit dem WPML Plug-In hatte sich der Mann ganz gezielt ein überaus beliebtes Tool ausgesucht: Dieses hat laut WordPress über 600.000 zahlende Nutzer und wird am häufigsten für Übersetzungen verwendet.

Warnung an User, Plug-In zu löschen

Das E-Mail „WPML Update“ des angeblichen Sicherheitsforschers warnte vor zahlreichen Schwachstellen. Es forderte die User auf, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu straffen und wenn möglich das Plug-In überhaupt zu löschen. Der Hacker gab an, selbst massive Probleme durch WPML bekommen zu haben. Zwei seiner wichtigsten Webseiten seien aufgrund der Sicherheitslecks sogar gehackt worden.

„Sicherheitslücken“ als Verkaufsargument hinzugefügt

Als kleines Extra präsentierte der ehemalige Mitarbeiter seiner Ex-Firma auch noch einen kleinen „Verkaufsscherz“: Auf der Verkaufsseite des Plug-Ins fügte er den Produkt-Features noch den wenig ansprechenden Vorteil „Sicherheitslücken“ hinzu. Im WordPress Blog postete er darüber hinaus sein Warn-E-Mail zur Abschreckung.

Insider-Wissen war Basis des Hacks

War zuerst nicht klar, ob es sich tatsächlich um „echte“ Sicherheitslücken handelte, gab WordPress kurz darauf Entwarnung. Das Unternehmen verwies in einem Blog-Beitrag auf das böswillige Treiben seines Ex-Mitarbeiters. Dieser hat durch Insider-Wissen den Hack und darauffolgende Spam-Attacke verursacht.

Plug-In laut WordPress sicher

Weiters gab Autor und WPML-Entwickler Amir Helzer an, dass WordPress die Webseite upgedatet, den Code erneuert und den Zugang zum Admin-Account mit Zwei-Faktor-Authentifizierung gesichert habe. Weiters ist geplant, den Server neu aufzusetzen.

Laut Helzer ist das WPML Plug-In sicher und beinhaltet keinerlei Schwachstellen. Es wurden keine Finanzdaten kompromittiert und auch kein Quellcode verändert. Allerdings verfügt der Hacker über die Zugangsdaten der Nutzer. Diese sollen umgehend ihr Passwort ändern. Wer weiß, was der Angreifer mit den User-Accounts vor hat …

Für Sicherheit ist also anscheinend wieder gesorgt. Was WordPress mit dem rachsüchtigen Ex-Mitarbeiter tut – man darf gespannt sein.

Quelle: bleepingcomputer.com; Foto: pixabay.com

Zusammenfassung
Böses Abschiedsgeschenk vom Ex-Mitarbeiter: WordPress Plug-In gehackt und User zugespammt
Artikel Name
Böses Abschiedsgeschenk vom Ex-Mitarbeiter: WordPress Plug-In gehackt und User zugespammt
Beschreibung
Wenn Unternehmen sich von Mitarbeitern verabschieden, verläuft das nicht immer friktionsfrei. Im Falle eines Ex-WordPress-Mitarbeiters blieb es aber nicht bei bösen Worten: Der anscheinend beleidigte Mann hackte kurzerhand das WordPress WPML Plug-In, spammte die Nutzer zu und hinterließ seine Spuren auf der WordPress-Webseite.
Author
Veröffentlicher
vpn-blog.de
Logo

Erstellt am:25. Januar 2019

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

/ / Anwendungen
In Kürze neu bei Surfshark VPN: BlindSearch™ & HackLock™

In Kürze neu bei Surfshark VPN: BlindSearch™ & HackLock™

Surfshark VPN hat in den letzten Monaten viel von sich hören lassen. 2018 erst gegründet, sorgt der supergünstige Anbieter regelmäßig für weitere Verbesserungen seiner Services. Beliebte Funktionen wie CleanWeb oder Whitelister sollen nun Zuwachs bekommen: Mit BlindSearch™ und HackLock™ erhalten die User zukünftig noch mehr für ihr Geld. Ein wenig dauert es zur Veröffentlichung zwar noch, wir haben aber direkt mit den Surfshark Machern gesprochen und einige spannende Details über die geplanten Features und ihre Vorteile herausgefunden. Und die wollen ...
Weiterlesen …
Angst, dass dein Smartphone & Co an der US-Grenze durchsucht wird? Dann beachte unsere 5 Tipps!

Angst, dass dein Smartphone & Co an der US-Grenze durchsucht wird? Dann beachte unsere 5 Tipps!

Grenzbehörden greifen immer drastischer in unsere Privatsphäre ein: Letztes Jahr führten US-Beamte über 33.000 Durchsuchungen von Geräten durch – ohne entsprechenden Durchsuchungsbefehl. Drei Jahre zuvor waren es nur 8.000. Untersuchungen zeigen, dass Beamte nahezu unbegrenzte Autorität haben, die Geräte von Reisenden an Grenzen zu durchsuchen. Die dabei gewonnenen Informationen können bis zu unglaublichen 75 Jahren gespeichert werden! Weitaus dramatischer ist aber die Tatsache, dass die Behörden deine Geräte auch nach Informationen über all jene Personen durchforsten kann, mit denen du ...
Weiterlesen …
/ / Politik, Überwachung
Du willst ein Visum für die USA? Dann musst du deine Social Media-Accounts offen legen!

Du willst ein Visum für die USA? Dann musst du deine Social Media-Accounts offen legen!

Die USA halten generell nicht viel von Privatsphäre. Schon gar nicht, wenn es um ausländische Besucher geht. So müssen alle jene, die ein Visum für die USA brauchen, ab sofort auch Auskunft zu ihren E-Mail- und Social-Media-Konten geben – verpflichtend! Sonst heißt es Draußenbleiben. Esta-Einreisen betrifft das aber nicht. Wieder einmal wird die „nationale Sicherheit“ vom US-Außenministerium für die Maßnahmen vorgeschoben, die bereits seit 2018 im Gespräch war. Diese heiligt alle Mittel – Überwachung etc. Wenn du ein US-Visum benötigst ...
Weiterlesen …
/ / Datenschutz
Klage wegen Cambridge Analytica Datenskandal: Facebook sieht keine Verletzung der Privatsphäre seiner User

Klage wegen Cambridge Analytica Datenskandal: Facebook sieht keine Verletzung der Privatsphäre seiner User

Erinnerst du dich noch an den großen Facebook Datenskandal rund um Cambridge Analytica? Dieser hat letztes Jahr für ordentlich Wirbel gesorgt. Einige User wollten sich die Datenweitergabe von Facebook nicht gefallen lassen und haben eine Sammelklage angestrengt. Klar, dass Facebook alles ganz anders sieht. Der Konzern meint doch tatsächlich, dass die Privatsphäre der Nutzer durch den Datenskandal nicht verletzt wurde … Als 2018 der Skandal rund um Cambridge Analytica und die damit verbundene unrechtmäßige Weitergabe von Nutzerdaten bekannt wurde, haben ...
Weiterlesen …
Wird geladen...