Überwacht dich die CIA?

Die Überwachung durch Regierungen wird immer massiver. Sowohl demokratische als auch autoritäre Regierungen spionieren uns regelmäßig aus. Aber beobachtet dich jetzt gerade in diesem Moment ein Regierungs-Spion? Überwachung kann sehr schwierig festzustellen sein, aber es gibt Wege, um dich davor zu schützen. In diesem Artikel erfährst du, welche Zeichen es für staatliche Überwachung gibt und wie du dieser entkommen kannst.

Hinweise auf staatliche Überwachung

Wenn du nichts Kriminelles getan hast, dass dich auf die CIA-Watchlist gebracht hat, ist es eher unwahrscheinlich, dass jemand deine Konversationen belauscht. Das heißt aber nicht, dass deine persönlichen Daten nicht von gigantischen Datenbanken gesammelt werden.

Der „Freedom on the Net”-Report besagt, dass 89 % der Internetuser in den sozialen Medien monitort werden. Eine Vielzahl ihrer Daten wird gesammelt und automatisch analysiert. Auch wenn das Sammeln von Metadaten nicht so schlimm erscheint, ist das nicht unbedingt der Fall. Denn dies kann sogar ein noch umfassenderes Bild vom Leben einer Person abbilden als eine echte Konversation zwischen zwei Menschen.

Hier einige Risikofaktoren, die eine Überwachung deiner Person wahrscheinlicher machen:

Du bist immer in der Nähe einer Kamera

Länder wie Großbritannien oder die USA zählen zu den meist-beobachteten Regionen auf der ganzen Welt. Schätzungen nach besitzt England ca. eine CCTV-Kamera pro 11 Bürger. Jedes Mal wenn du also in der Öffentlichkeit unterwegs bist, wirst du von Big Brother beobachtet.

Deine Webcam ist eingeschaltet

Es ist ziemlich einfach, deine Webcam zu hacken, egal ob von einem Cyberkriminellen oder einer Regierung. Das GUMFISH Tool der NSA ist in der Lage, einen infizierten Computer Fotos machen und Gespräche über die Webcam aufzeichnen zu lassen. 2018 sammelte die britische Überwachungs-Behörde GCHQ mit Unterstützung der NSA auch Fotos von Yahoo Webchats, obwohl viele der User nicht ein Ziel einer staatlichen Überwachung waren. Einige der Gespräche beinhalteten ganz klar sexuelle Themen.

Dein Telefon oder Computer wurden gehackt

Regierungen verfügen über enorme Malware-Sammlungen, Zero-Day-Schwachstellen und andere Bugs, die sie dazu nutzen können, dein Telefon in eine Wanze zu verwandeln. Die CIA hat eigene Abteilungen, um herauszufinden. wie man iOS-, Android-, Microsoft- oder macOS-Software knacken kann.

Du besitzt ein Smart TV oder ein anderes IoT-Gerät

Als Samsung 2015 sein neues Smart TV auf den Markt brachte, warnte das Unternehmen davor, keine persönlichen oder sensiblen Themen vor dem Gerät zu diskutieren. Laut Samsung könnten die Gespräche der User aufgezeichnet und an Drittparteien gesendet worden sein. 2017 berichtete ein WikiLeaks-Report über eine „Weeping Angel“-Attacke, die von der CIA verwendet wurde, um Samsungs TV-Geräte in Wanzen der Behörde zu verwandeln. Der Angriff macht den Usern vor, dass ihr Fernseher aus ist, während er in Wirklichkeit ein Mikrofon betreibt, das sensible Gespräche auf CIA-Server sendet.

Deine Telefonaufzeichnungen sind zum Greifen nah

Die Regierung belauscht vielleicht deine Telefongespräche vielleicht nicht ohne eine entsprechende Verfügung. Aber sie können sich Zugang zu deinen Telefonaufzeichnungen verschaffen. Wen du anrufst, wann und für wie lange – das alles kann ein ziemlich exaktes Bild deiner Hobbys, deiner Arbeite und auch deines Privatlebens liefern.

Warum überwacht dich die Regierung?

Du musst nicht unbedingt Staatsfeind Nummer 1 sein, um das Opfer von staatlicher Massenüberwachung zu werden. Während die Regierung argumentiert, dass Überwachung zur Prävention von Terrorismus notwendig ist, haben von Edward Snowden geleakte Files enthüllt, dass die NSA auch Daten über ganz normale Menschen gesammelt hat. Befürworter sagen dazu, dass diese Daten wichtig sind, um Verbrechen und Terrorismus zu verhindern. Kritiker sind jedoch der Meinung, dass diese Daten viel eher für Missbrauch geeignet sind.

Wie kannst du die Regierung daran hindern, dich auszuspionieren?

Nun zum wichtigsten Punkt: Wie kannst du diese Überwachung verhindern? Wenn du wirklich auf einer staatlichen Watchlist landest, kannst du nicht viel dagegen tun. Wie auch immer, du kannst aber prinzipiell deine Privatsphäre besser absichern und dich vor Massenüberwachung schützen:

  • Öffne keine verdächtigen E-Mails. Ein Klick auf einen böswilligen Link und schon ist dein Gerät infiziert. Wie du Phishing verhindert, erfährst du hier.
  • Verschlüssle deine Kommunikation. Der Wechsel auf Apps wie Signal, die mehr Privatsphäre garantieren, kann Überwachung vermeiden helfen. WhatsApp und der Messenger hingegen verwenden zwar ebenfalls Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sammeln aber trotzdem Metadaten ihrer User.
  • Aktualisiere regelmäßig deine Geräte. Updates können Sicherheitslücken und Schwachstellen beseitigen. Wenn du die Software auf deinen Geräten immer am neuesten Stand hältst, minimierst du das Risiko von Angriffen und Ausnutzung.
  • Decke deine Webcam ab (bzw. picke sie zu). Selbst wenn jemand deine Kamera hackt, erhält er so zumindest weniger Informationen über dich.
  • Verwende keine IoT-Geräte. Diese mögen praktisch sein – sie sind aber auch gefährlich. Smart TVs können sogar als Wanze von Staatsbehörden genutzt werden, das sagt eigentlich schon alles. Schaff dir also lieber keinen solchen Fernseher an. Wenn du schonen besitzt, stelle sicher, dass die sprachbezogenen Funktionen in den Einstellungen deaktiviert sind. Und zieh außerdem sicherheitshalber immer den Netzstecker, wenn du das Smart TV gerade nicht nutzt.
  • Säubere deine Social-Media-Accounts. Wenn das Löschen für dich etwas zu extrem ist, minimiere zumindest die Informationen, die du auf sozialen Medien über dich teilst. Das betrifft zum Beispiel Urlaubsfotos, Hobbys und politische Ansichten.
  • Verwende ein VPN. Du solltest nicht nur deine Gespräche verschlüsseln – ein VPN verschlüsselt deinen persönlichen Daten-Traffic und ändert deine IP-Adresse. So kannst du sicher und privat surfen. Ein VPN-Provider mit einer echten No-Log-Policy wie bspw. NordVPN sammelt und speichert keinerlei deiner Aktivitäten online.

Erstellt am: 17. Januar 2021

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