Keine Chance für Identitätsdiebe – Google ergreift drastische Maßnahmen

Wie sieht ein sicheres Passwort aus? Kleiner Tipp vorab: Passwort123, Schatzi in Kombination mit dem Geburtstag der Frau Gemahlin oder der Name des eigenen Zwergkaninchens ist es nicht. So manches Passwort bringt einen wirklich zum Schmunzeln und – es ist öffentlich bekannt. Dieser Fakt ist wirklich nicht lustig, weshalb Google seinen Chrome-Browser nun noch besser absichert.

Pleiten, Pech und Pannen beim Datenschutz

Ups, das war wohl nichts mit der Anonymität und Privatsphäre. Wer während der vergangenen Jahre die Nachrichten geschaut hat, der weiß, dass Hacker immer professioneller, dreister und fleißiger werden. Die jüngsten Datenlecks gaben sensibelste Informationen preis und legten die Login-Daten fremder Menschen der Öffentlichkeit zu Füßen. Hierbei handelte es sich nicht um ein kleines Malheur oder den tragischen Einzelfall, sondern um über 4 Milliarden Datensätze. Wenn das nicht ein wahres Hacker-Schmecker-Gourmet-Buffet für Online-Bösewichter ist, die nur noch zugreifen brauchen und dann ihre Späßchen damit treiben. Witzig ist das jedoch für dich garantiert nicht, wenn du selbst betroffen bist.

User atmen auf: Google macht kurzen Prozess mit Datenräubern

Google dreht nicht Däumchen und schaut zu, wie gestohlen und geraubt wird, sondern ist tätig geworden. Eine Erweiterung soll künftig die Nutzer noch besser schützen. So musst du nicht zur Suchmaschine mit dem Fuchs ausweichen oder eine externe Schutzmaßnahme nutzen, sondern wirst direkt gewarnt: Nämlich dann, wenn du ein Passwort eingibst, das Teil einer der besagten Pannen ist, bei denen Zugänge kompromittiert wurden. Dafür hat Google eine hauseigene Datenbank, mit der die eingetippten Informationen abgeglichen werden. Das überaus sinnvolle Werkzeug heißt Password Checkup. Einfach downloaden und los geht’s!

Keine Angst vor Überwachung

Wenn du ein bekennender Sicherheits-Fanatiker bist, der VPN und andere Vorkehrungen zur Wahrung seiner Anonymität trifft, macht dir die Angelegenheit vielleicht dennoch Bauchschmerzen. Aber, keine Sorge, Google selbst prüft nichts manuell. Die Betreiber sehen die gewünschten Login-Daten nicht, wenn diese mit der Datenbank abgeglichen werden. Es handelt sich um einen rein automatischen Prozess. Besteht Verdacht eines Hacks, wird umgehend Alarm ausgelöst und der Zugang gesperrt. Außerdem werden dritte Dienste über die Ungereimtheiten informiert, sofern du bei diesen mit dem Google-Account angemeldet bist.

Wie sieht das perfekte Passwort für deinen Chrome-Zugang aus?

Lakonische Antwort: Das weiß im besten Fall niemand. Das gewählte Passwort sollte zumindest in keinem Wörterbuch stehen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Betrachte dir zunächst die Top 10 Passwörter 2018 aus Deutschland, erhoben vom HPI-Identity-Leak-Checker. Wenn du Identitätsdiebstahl magst, kannst du dich dort gern inspirieren lassen. Wenn dir beim Anblick der nachfolgenden Liste der Kopf vor Lachen auf die Tastatur knallt, tust du hingegen deiner Datensicherheit einen größeren Gefallen.

1) 123456
2) 12345
3) 123456789
4) ficken
5) 12345678
6) hallo123
7) hallo
8) 123
9) passwort
10) master

Quelle: derstandard.at; Foto: pixabay.com

Zusammenfassung
Keine Chance für Identitätsdiebe - Google ergreift drastische Maßnahmen
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Keine Chance für Identitätsdiebe - Google ergreift drastische Maßnahmen
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Wie sieht ein sicheres Passwort aus? Kleiner Tipp vorab: Passwort123, Schatzi in Kombination mit dem Geburtstag der Frau Gemahlin oder der Name des eigenen Zwergkaninchens ist es nicht. So manches Passwort bringt einen wirklich zum Schmunzeln und – es ist öffentlich bekannt. Dieser Fakt ist wirklich nicht lustig, weshalb Google seinen Chrome-Browser nun noch besser absichert.
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Erstellt am:22. Februar 2019

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